-
Liebe, Sex und Alkohol
Datum: 09.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler
... Morgen musste ich immer daran denken. Schon wollte ich zum Arzt gehen, da fing ich wieder an zu zittern. Sogar weiße Mäuse habe ich gesehen oder waren es Ratten? In einem Ohr flüsterte der kleine Mann, mache es, dann kannst du saufen so viel du willst. Im anderen Ohr hörte ich immer wieder Annis Stimme: Mach es nicht. Es gibt ein Unglück. Leider überwog die Sucht nach Alkohol. Die Uniform wollte ich jedoch nicht anziehen. Nur die Pistole nahm ich mit und machte mich auf den Weg zur Bank. Es waren nur zwei Kunden darin. Ein Mann und eine Frau. Ich ging bis vor die Tür, zog die Mütze herunter und rein, mit der Pistole in der Hand. Überfall, sofort das Geld raus, rief ich. Die beiden Kunden forderte ich auf, sich mit den Händen an der Wand abzustützen, sodass sie nicht ohne weitere hoch kommen konnten. Dem Kassierer warf ich ein Aldi Tüte zu und reif noch einmal: Sofort alles Geld da rein. Los mach schon. Sofort fing er an alles in die Tüte zu stopfen. Doch dann, ging auf einmal der Alarm los. Was nun, denke ich noch. Da nehme ich die Tasche mit dem Geld, renne zu der Frau, drücke ihr die Pistole in den Rücken und schreie sie an: Los mitkommen. Mach hin. Dabei passte ich trotz aller Aufregung auf, dass sie mich nicht sehen konnte. So trieb ich sie nach draußen. Auf einmal sagt sie: Mensch Sam, was wird das denn. Du kannst doch niemanden entführen. Das kostet dich einige Jahre Knast. Nun komm erst einmal mit, mein Auto steht um die Ecke. Dann reden wir. Es war doch ...
... tatsächlich Anni. Nun konnten wir auch schon die Sirenen hören. Was blieb mir anderes übrig, als mit ihr, in ihrem Auti abzuhauen. Die Mütze schmiss ich einfach aus dem Fenster. Sam, wo wohnst du, lasse uns da hinfahren und reden. Bitte höre wenigstens einmal auf mich. Was nützt mir das? Fragte ich sie. Ich habe mir doch eh alles verbockt. Nichts kann ich davon rückgängig machen. Rückgängig nicht, meinte sie da, jedoch anders und noch einmal von vorne anfangen. Bitte, höre auf mich. Da gab ich ihr meine Adresse und losging es. Kaum angekommen, kochte Anni uns erst einmal einen ordentlichen Kaffee. Den Schnaps aus dem Kühlschrank schütte sie in den Ausguss. Dann saßen wir am Tisch. Meine Hände zitterten so sehr, dass ich meine Kaffeetasse kaum halten konnte. Da nahm Anni meine Hände und sagte: Ganz ruhig, werde ganz ruhig, alles wird gut. So fing unser Gespräch an. Anni fragte zunächst einmal, was mir in den Jahren alles passiert ist. Weil ich einfach nicht mehr weiter wusste, habe ich ihr schonungslos die Wahrheit erzählt. Sie hat mich kein einziges Mal unterbrochen. Nur interessiert zugehört. Manchmal stöhnte sie auf, dann war wieder Ruhe. Dies alles, ihre Hände auf meinen und das Geständnis, haben mich viel ruhiger gemacht. Ich konnte in Ruhe meinen Kaffee trinken, ohne an Schnaps zu denken. Nun, fing Anni an zu erzählen: du hast mir damals sehr weh getan. Es war nicht leicht für mich, dich zu verlieren. Das hätte ich jedoch noch wegstecken können, doch zu ...