1. Liebe, Sex und Alkohol


    Datum: 09.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler

    ... Arbeitsstelle für dich zu suchen.
    
    Erst da kam mir zu Bewusstsein, dass Anni gesagt hat: Ich bin doch auch noch da. Ich verdiene doch gut.
    
    Sollte es etwa heißen, dass sie bei mir bleiben will? Als ich sie danach fragte: Sagte sie einfach: Ja, weil ich dich immer noch liebe, möchte ich, wenn du auch so denkst, für immer mit dir zusammen bleiben.
    
    Nun kamen mir doch die Tränen. Ich hatte so viel Mist gebaut und Anni liebte mich immer noch. Wenn es mir auch nicht viel anders ging, hätte ich niemals angenommen, dass dies Wahrheit werden könnte.
    
    In dieser Nacht schliefen wir zu erstenmal wieder zusammen. Nicht wild, sondern ganz, ganz zärtlich.
    
    Am nächsten Tag gab sie mir, als sie von der Arbeit kam, einen Briefumschlag. Was ist das, fragte ich ganz erstaunt. Schau rein, dann sag mir, ob du dich darüber freuen könntest.
    
    Schnell war der Umschlag geöffnet. Was war darin? Ein Bewerbungsbogen für die Städtische Müllabfuhr. Ich musste mich da erst einmal setzen. Woher hast du den denn? Fragte ich. Das war gar nicht schwer. Der Bruder eines Arbeitskollegen von mir, ist der Personalchef der Stadt, dem auch die Müllabfuhr untersteht. Daher wusste ich auch, dass dort jemand gesucht wird. Ich habe auch schon vorgebeugt und zugegeben, dass du schon im Gefängnis warst und auf Bewährung draußen bist. Das ist kein Problem, wurde mir gesagt.
    
    Nun musste ich Anni doch ganz, ganz fest in den Arm nehmen und ganz lange küssen. .
    
    So lieb und zärtlich zueinander waren wir wohl ...
    ... noch nie
    
    So lieb und zärtlich zueinander waren wir wohl noch nie. Das sogar ohne überhaupt an Sex zu denken.
    
    Da Anni mir gleich für den nächsten Tag einen Termin ausgemacht hatte, fuhr ich rechtzeitig mit dem Bus zum Verwaltungsgebäude der Stadt.
    
    Nachdem ich mich durchgefragt hatte, wo ich denn hin muss, wurde ich sehr freundlich empfangen. Der Personalchef fragte mich natürlich, was ich bisher gemacht habe. Auch wenn ich mich schämte, so gestand ich doch all die Fehler, die ich gemacht hatte. Das Gefängnis und die Bewährung ließ ich auch nicht aus.
    
    Es ist gut, dass sie so ehrlich waren, meinte er da. Wenn sie mit 6 Monaten Probezeit einverstanden sind, dürfen sie nächste Woche, am 1. anfangen.
    
    Stellen Sie sich das nur nicht zu leicht vor. Es ist Knochenarbeit. Deshalb wird es auch relativ gut bezahlt. Sie bekommen als Anfangsgehalt ........€
    
    Damit bin ich auf jeden Fall einverstanden, erklärte ich ihm. Ich werde mir alle Mühe geben, um sie nicht zu enttäuschen.
    
    Gut, dann sind sie hiermit eingestellt. Den Arbeitsvertrag können sie dann nächste Woche unterschreiben.
    
    So froh, wie in diesem Augenblick, war ich höchstens noch in Annis Armen.
    
    Zu Hause hatte Anni einen Zettel auf den Küchentisch gelegt. Darauf stand: Mache dich chic, heute Abend gehen wir ganz vornehm essen. So etwas muss doch gefeiert werden. Darunter stand noch, mit Lippenstift geschrieben: Ich liebe dich!
    
    Da saß ich nun am Küchentisch und heulte und heulte. Warum eigentlich? Da kam ...
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