1. Spielt diese Geschichte wirklich im 19.Jahrhundert? Ist sie wahr oder erfunden?


    Datum: 10.07.2021, Kategorien: Sonstige, Autor: Weltensegler

    ... ganz fest zusammen. Ob sie sonst wohl auch gestöhnt hätte?
    
    Ob die wohl das mit der Hand macht, wie der Vater mit seinem Stock? Ich werde sie einfach frage. Noch besser frage ich meine Amme. Sie ist die einzige, die mich niemals anlügen wird.
    
    Nun wurde es für mich Zeit, mich für das Mittagsmahl umzuziehen. Mittagsmahl war sicher etwas übertrieben. Wir bekamen seit Tagen nur Rübensuppe. Fleisch gab es nicht. Es gab ja niemanden der uns etwas Wild schießen konnte.
    
    Der Schlachter hatte anderswo zu tun. Na, ja, ab morgen wird es sicher besser. Vater wird schon etwas schießen oder ein Schwein schlachten. Vielleicht auch ein Huhn. Die Reste durften wir dann essen.
    
    Gleich nach dem Essen, riefen mich meine Mutter und mein Vater zu sich.
    
    Katharina, fing mein Vater an zu sprechen: Du bist nun 16 Jahre alt, da wird es langsam Zeit dich zu verheiraten. Bisher haben wir dich verschont, weil du doch recht mager warst. Nun ist alles richtig bei dir und du wirst in 3 Wochen heiraten. So haben die Mutter und ich es beschlossen. Andere Mädchen in deinem Alter haben schon Kinder.
    
    Oh nein, bitte lasst mich wenigstens noch ein Jahr Kind sein. Ich möchte doch noch zu Hause sein, wenn ein Knabe geboren wird.
    
    Dafür ist es zu spät. Dein Bräutigam wird heute noch um deine Hand anhalten.
    
    Ich hätte einfach nur gehorchen sollen, dann würde mein Vater vielleicht noch anderen Sinnes werden.
    
    Ich fragte ihn jedoch, wen ich denn heiraten soll. Du kennst ihn, es ist der Graf von ...
    ... Schniedel.
    
    Was, diesen Dicksack habt ihr mir ausgesucht. Den könnte ich ja, selbst wenn ich wollte, nicht einmal umarmen. Schon gar nicht ein Kind von ihm bekommen.
    
    Woher willst du das den wissen, fragte meine Mutter? Ich habe doch gesehen und gehört, wie du Papa angefleht hast, seinen Saft in dich zu spritzen, damit du einen Knaben bekommst. Wie soll denn jemand mit so einem dicken Bauch auf mir liegen können?
    
    Gut, das du weißt, wie man einen Pimmel in sich aufnimmt. Da brauchen wir es dir ja gar nicht mehr erklären. Doch zurück zum Grafen. Wenn er nicht an dich rankommt, wird er solange, bis du ein Kind bekommst, von seinen Freunden vögeln lassen. Einer wird es schon schaffen, dir ein Kind zu machen.
    
    Damit war die Sache für die beiden abgeschlossen.
    
    Der Dicke kam bald darauf. Er ließ sich bei meinen Eltern melden und brachte seinen Antrag vor. Natürlich sagten meine Eltern zu. Das, obwohl auch sie sich nicht gerade wohlfühlten, mich mit so einer Tonne zu verheiraten. Der versprach ihnen leider ein sehr hohes Brautgeld. Ein Mitgift brauchten sie auch nicht zu beschaffen, er habe ja genug Vermögen.
    
    Jetzt wurde ich dazu gerufen. Hier stelle ich dir deinen Bräutigam vor, sagte mein Vater. Er hat um deine Hand angehalten und wir haben ja gesagt.
    
    Schon in 2 Wochen ziehst du zu ihm. In 3 Wochen wird geheiratet. Länger können wir nicht warten. Mein König hat mir befohlen, ihm in 4 Wochen wieder zur Verfügung zu stehen.
    
    Tatsächlich wurde ich nach zwei Wochen in ...
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