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Thao 24
Datum: 18.07.2021, Kategorien: BDSM Autor: bySena78
... blickte ihr hinterher. Sie musste mit sich kämpfen. Im ersten Moment wollte sie Xena zurückrufen, doch sie hatte keine Lust, sich auch noch der großen Blondine erklären zu müssen. Die Punkerin sah auf den Eisbecher vor sich und stocherte mit ihrem Löffel darin herum. „Was soll ich mit dem zweiten machen?" Die Kellnerin blickte die junge Frau fragend an. Thao warf einen kurzen Blick auf den von Xena bestellten Becher und deutete der Kellnerin mit einer abweisenden Geste, diesen wieder mitzunehmen. Sie sah auf den eigenen, der Appetit war ihr gänzlich vergangen. Konsterniert legte sie die Hände vors Gesicht. „Ist alles in Ordnung? Kann ich ihnen helfen?" Das Punkermädchen hob den Kopf und versuchte zu lächeln. „Nimmst du das wieder mit und bringst mir eine Cola bitte?" Die Kellnerin blickte verstört auf die beiden Eisbecher. Thao fingerte ihre Brieftasche aus der Jacke und holte einen Schein heraus. „Reicht das?" Die Bedienung nickte. „Tut mir leid. Ich bringe ihnen sofort die Cola." Thao überlegte, ob sie zu Karl und Franz zurückgehen sollte. Es war alles anderes gekommen, als sie es sich erhofft hatte. Der Tag hatte sich nicht so schön weiterentwickelt, wie er begonnen hatte, kein gemeinsames Glück, stattdessen nur erneute Spannung. Nicht nur zwischen Karl und ihr, jetzt auch noch mit Xena. Sie gewann mehr und mehr den Eindruck, dass das Schicksal sie wieder allein sehen wollte. Die Welt erschien ihr zunehmend feindlicher und zu etwas zu werden, ...
... aus dem sie fliehen wollte, koste es, was es wolle. Sie dachte an Karl, nein, so einfach war es nicht. Sie liebte ihn, sie brauchte ihn. Er war das Wichtigste, Xena hatte recht. Sie durfte ihn nicht loslassen. Er war ein Schatz, den man behüten musste. „Bitte! Ihre Cola! Sicher, dass es Ihnen gut geht?" Thao sah zu der rothaarigen Bedienung hoch. „Der Tag ist heute nicht so geworden, wie ich es mir gewünscht hatte." Das Punkermädchen lächelte müde. „Ich wünsch Ihnen, dass der Rest besser wird." „Danke dir." Die Bedienung legte Thao das Restgeld auf den Tisch, diese aber winkte ab. „Lass mal. Passt schon so." 31. Die Tätowierung Thao hatte beinahe drei Stunden in dem Eiscafé verbracht. Mehrere Male wieder hatte sie Karl per SMS gefragt, ob sie kommen dürfte. Doch die Tätowierung schien ein langer Prozess zu sein, er antwortete stets nur kurz angebunden und genervt. Warum durfte sie nicht zusehen? Warum diese Geheimniskrämerei? Sie kannte doch das Motiv schon längst. Was bezweckte er denn? Fühlte er nicht, wie schlecht es ihr ging, so hingehalten zu werden? Sie sah auf ihr Handy, zögerte, doch dann tippte sie die Nachricht. „Ich gehe zu mir nach Hause, Karl." „Bleib ruhig sitzen, Karl! Jetzt leg das Ding weg, sonst dauert es noch länger." Der Junge atmete tief durch. Er hatte ihr wohl zu viel zugemutet. Vielleicht war es besser so. Sein Blick wanderte noch einmal über das Display seines Handys. Sie wollte zu sich nach Hause gehen? In ...