1. Cora's Huette am See


    Datum: 30.07.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byblackpencil6

    ... Cora ging in die Hocke und mit Hilfe einer alten Zeitung und dünner Holzspäne entzündete sie mit einem Streichholz ein Feuerchen, über dem sie sorgsam dickere Scheite aufschichtete. Ganz offensichtlich machte sie dies nicht zum ersten Mal und bald prasselte ein stattliches Kaminfeuer, das die Hütte schon viel gemütlicher und heimeliger machte. Langsam färbten Coras gute Laune und ihr Optimismus auch auf mich ab.
    
    „Müssen wir morgen frisches Holz hacken, wenn wir alles verbrennen?", fragte ich.
    
    „Ach, nein", lachte Cora, „da ist so viel, das können wir in einem Monat nicht verbrauchen. Wir haben eine Jagdpächter, der sich um die Hütte kümmert, wenn er in der Gegend ist. Er schaut auch danach, ob genügend Holz da ist, kontrolliert den Notvorrat an Konserven und den Verbandskasten in der Küche. Wenn etwas fehlt, lässt er es auffüllen."
    
    „Dann hast du gelogen, als du sagtest, außer uns käme niemand her. Euer Pächter hätte durchaus hier aufkreuzen und dich im Nixenkostüm ertappen können."
    
    „Bestimmt nicht", Cora schüttelte den Kopf, „ich habe ihm Bescheid gesagt, dass wir dieses Wochenende die Hütte nutzen und alleine sein wollen."
    
    In der Zwischenzeit hatte ich mich meiner Schuhe und der Straßenkleidung entledigt und mir einen bequemen Jogginganzug aus dicker, weicher Baumwolle angezogen. Wir ließen uns auf einem warmen Webteppich vor dem Kamin nieder. Cora zauberte aus ihrem Rucksack Käse und Toastbrot, das wir an langen Gabeln über dem offenen Feuer rösteten. Dazu ...
    ... besorgte sie zwei Gläser und eine Flasche Rotwein aus der Küche. Wir redeten und kicherten über alles Mögliche, wie es nur zwei echte Freundinnen tun können, und wurden zunehmend alberner. Als wir die zweite Flasche entkorkten, waren meine Sorgen und trüben Gedanken vergessen.
    
    Mit den letzten beiden vollen Gläsern standen wir schwankend auf. Cora drückte mir ihres in die Hand und zog an einem Griff am Sofa, so dass sich dieses zu einem breiten Doppelbett aufklappte. Dann breitete sie unsere zwei Schlafsäcke darauf aus und ließ sich kichernd oben drauf fallen. Ich stellte die Gläser neben dem Bett auf den Fußboden und tat es ihr nach. Das Kaminfeuer hatte für eine wohlige Wärme in der Hütte gesorgt und wir verzichteten darauf, in die Schlafsäcke zu kriechen, sondern blieben einfach auf ihnen liegen.
    
    Cora drehte sich zu mir. Ihr Gesicht strahlte und in ihren Augen lag ein Glitzern, das nicht nur vom Widerschein des Feuers kam. Sie trug noch immer nur den Bademantel und nichts darunter. Durch ihre Bewegungen war der Stoff verrutscht und gab großzügige Blicke auf ihren üppigen Körper frei, aber ich dachte mir nichts böses dabei. Sie streckte ihren Arm aus und strich mir sanft über den Kopf, die Schultern und die Seite hinab bis zur Hüfte. Ihr zarte Berührung tat mir gut und ich seufzte zufrieden. Sie nahm dies als Einladung auf und fuhr fort, mich zu streicheln.
    
    „Ich bin sehr froh, Natalie", sie flüsterte beinahe, „dass du nicht mehr mit Tim zusammen bist."
    
    „Wie meinst ...
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