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Cora's Huette am See
Datum: 30.07.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byblackpencil6
... du das?" Mein Kopf war zu schwer und zu benebelt, als dass ich diese Frage selbst beantworten wollte, obwohl sich ein Verdacht in meine Gedanken schob. „Du bist meine Freundin", antwortete sie leise, „und ich mag dich sehr. Diese Jungs, mit denen du zusammen warst, sind nicht gut für dich." „Ach, ja?", ich wurde ungewollt böse. So dicke Freundinnen wir auch waren, Belehrungen wollte ich mir heute von ihr bestimmt nicht anhören, „ich habe leider nicht den Vorzug, so wie du, an jedem Finger zehn Typen zu haben und mir den besten davon aussuchen zu können. Da muss ich eben mit dem Vorlieb nehmen, was du übrig lässt." Cora sah ehrlich verletzt aus und sofort tat mir leid, was ich gesagt hatte. „Glaubst du das wirklich?", sie klang traurig und ich schüttelte unwillkürlich den Kopf. Um sie zu trösten, legte ich meine Hand auf ihre. Sie rang sich ein Lächeln ab und fuhr fort. „Hast du mich jemals mit einem Mann zusammen gesehen?" Wieder verneinte ich. „Natalie, was ich dir jetzt sage, habe ich noch keinem Menschen anvertraut. Ich fühle mich zu Männern nicht hingezogen. Ich wollte es mir lange nicht eingestehen. Ich dachte, ich sei schlecht oder irgendwie krank. Aber kürzlich habe ich eine Frau kennen gelernt. Und von ihr, mit ihr habe ich gelernt, was ich wirklich brauche." Mein Gesicht musste meine Verwirrung und mein Unverständnis widergespiegelt haben, denn Cora zuckte zurück und sprach drängender, intensiver. „Bitte, Natalie, urteile nicht ...
... vorschnell und lehne mich nicht ab, bevor du alles gehört hast. Mit dieser Frau, das war nichts Ernstes oder Dauerhaftes. Ich brauchte nur jemand, der mir genug Halt und Stärke gab, um die Fesseln unserer Erziehung zu zerreißen und zu erkennen, was ich wollte. Und was ich wirklich will, schon seit Jahren und von ganzen Herzen, das bist du. Natalie, ich liebe dich." Ich konnte nicht fassen, was ich gehört hatte. Mein Verstand war ein einziges Chaos und es war unmöglich, einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Als sich Cora dann auch noch zu mir beugte und einen Kuss auf meine Lippen hauchte, war es um meine Fassung vollends geschehen. Ich schloss die Augen und spürte Tränen über meine Wangen laufen. Coras volle, warme Lippen bemühten sich, sie weg zu küssen. Ihre Hand schob sich unter das Oberteil meines Jogginganzuges und begann, meinen Bauch zu streicheln. Es war unheimlich beruhigend und ich entspannte mich unter ihren zärtlichen Berührungen. Doch als ihre Hand höher wanderte und ich den Eindruck bekam, sie wolle meine Brust liebkosen, ergriff ich Coras Handgelenk und hielt es sanft fest. „Noch nicht Cora", bat ich, „das ist zu viel und kommt zu überraschend. Nie hätte ich gedacht, dass du so für mich fühlst. Bitte lasse mir etwas Zeit, das zu verdauen." „Natürlich, Liebes. Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst." Sie besiegelte ihr Versprechen mit einem letzten Kuss, den ich mich aber noch nicht zu erwidern traute. Ich drehte mich zur Seite, mit dem Rücken zu ihr und sie ...