1. Ein Studentenleben in den 80ern 09


    Datum: 01.10.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: bykleinaberfein

    ... haben. Und wenn Ihr die Fünf oder die Neun oder beide aus dem Spiel nehmen könnt, ist viel gewonnen. Über die läuft fast jeder Angriff. Karin, was meinst Du?"
    
    Karin war Kapitänin, Aufbauspielerin und bei Weitem die erfahrenste im Team. Sie musste nicht lange überlegen:
    
    „Ich glaube auch, dass wir noch eine kleine Chance haben. Wenn wir jetzt im dritten Viertel nichts mehr zulassen, werden die nervös. Wir greifen noch mal an, finde ich. Oder was meint Ihr, Mädels?"
    
    Zustimmendes Kampfgeheul war die eindeutige Antwort. Karin lächelte zufrieden und sah zunächst den Trainer und dann Frauke an, den Star des Teams. Auch Frauke hatte an dem Abend noch Luft nach oben. Ihre Versuche, von außen zum Korb zu ziehen, waren bisher immer abgeblockt worden. Sie war zuversichtlich, dass sie sich nach der Pause besser würde durchsetzen können. Daher erwiderte sie Karins Blick, nickte entschlossen und sagte:
    
    „Denen verlangen wir alles ab. Und hinterher machen wir richtig einen drauf. Auf beides hätte ich jetzt richtig Bock."
    
    Später war Frauke ganz sicher, dass dieser Moment in der Pause des Basketballspiels der Wendepunkt war. Genau in diesem Augenblick hatte sie die Kurve bekommen und die Traurigkeit nach der Trennung von Christiane endgültig überwunden. Jetzt hatte sie wieder das Gefühl, im eigenen Leben zurück zu sein und die Dinge selbst gestalten zu können.
    
    Dementsprechend trat sie nach der Pause auch in der Halle auf. Immer wieder gut von Karin in Szene gesetzt, ...
    ... startete sie einen Tempovorstoß nach dem anderen. Auch die Mannschaftskolleginnen fanden besser ins Spiel. Der Vorsprung der Gästemannschaft schmolz wie der Schnee in der Frühlingssonne. Und zu Beginn der allerletzten Spielminute war es Karin, die den Ausgleich erzielte. Dummerweise bekam die Gegenmannschaft acht Sekunden vor Ende noch zwei Freiwürfe, konnte aber nur einen verwandeln. Frauke und Karin stimmten sich noch schnell über den letzten Spielzug ab und in der Tat schaffte Frauke es, ein letztes Mal an ihrer Gegenspielerin vorbei zu ziehen und den Ball buchstäblich mit der Schlusssirene im Korb zu versenken.
    
    61:60 lautete der Endstand, ein Ergebnis, das nach dem klaren Rückstand zur Pause kaum mehr jemand für möglich gehalten hatte. Dementsprechend frenetisch war der Jubel auf der Tribüne (hauptsächlich friends and family) und bei der Mannschaft. Karin schloss alle in die Arme und rief übermütig:
    
    „Und, gehen wir jetzt richtig fort heute Abend?"
    
    Die Zustimmung war eindeutig. Nachdem das Team geduscht und umgezogen war, wurde erst einmal in einer Pizzeria die Grundlage für den weiteren Abend gelegt, bevor die Mädels zum Feiern weiter in die Studentenkneipen der Altstadt zogen. Gegen Mitternacht löste sich die Gruppe langsam auf. Am Ende standen Frauke und Karin allein vor der Kneipe, in der sie den letzten Absacker genommen hatte. Plötzlich fiel es Karin wie Schuppen von den Augen.
    
    „Ach Mann, ich bin ja heute mit dem Auto da. Der Manfred ist auf so einer doofen ...
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