1. Das zweite Wochenende


    Datum: 28.10.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byLilly_Maus

    ... gar nichts. Denn ich bin fast auseinandergefallen. Immer wieder warst du vor meinen Augen. Aber es ist so schön, dass du am Telefon bist. Hast du denn heute ein wenig Zeit?"
    
    „Meine Liebe, ich habe Zeit, Zeit genug, es ist ja Wochenende! Ich will dich wieder in meinen Armen halten und dich lieb haben. Du glaubst ja gar nicht, wie du mir gefehlt hast. Und immer wenn ich an dich denke, wird meine Hose zu klein. Ich liebe dich!"
    
    „Das hast du aber hübsch gesagt. Ich meine, mit der Liebe. Sag, mein Lieber, wann treffen wir uns? Ich bin schon wahnsinnig aufgeregt. Ich werde dich sicher vor Liebe zerreißen!"
    
    „Huch, da kann ich ja viel erwarten", lachte Jochen, „sagen wir mal so gegen acht und halb neun? Und im Stadtpark, das ist ja etwa die Hälfte der Entfernung zwischen uns. Schaffst du das so schnell?"
    
    „Ja natürlich, warum sollte ich es nicht schaffen?"
    
    „Ich dachte nur, weil ja Frauen immer so viel Zeit brauchen, um sich richtig anzuziehen. Hier muss ja immer noch etwas gemacht werden und dort auch etwas in Ordnung gebracht werden und da noch, du verstehst mich?"
    
    „Du übertreibst, Lieber. Ich werde an diese Dinge überhaupt nicht denken, sondern nur das wichtigste anziehen."
    
    „Nein, das mache bloß nicht. Ich verbiete dir, dass du nackt kommst", antwortete er und sein Lachen klang laut durch das Telefon.
    
    „Also dann bis gleich, mein Herzchen!", sagte Alina.
    
    Sie war so froh, dass er sie angerufen hatte. Aber die Kleiderfrage stellte sie sich doch. Doch das ...
    ... eine war zu bunt, das andere passte nicht und das Dritte war zu lang. Schließlich aber entschied sie sich für eine sparsame Bekleidung.
    
    ***
    
    Um Viertel vor acht war sie am Stadtpark. Er hatte doch gar nicht gesagt, wo sie sich treffen wollten. Sie überlegte. Also ging sie zum Nordeingang, jedoch dort sah sie ihn nicht. Kam er nicht? Er würde sie doch wohl nicht vergessen haben? Dann aber erinnerte sie sich daran, dass es ja noch sehr früh war. Also setzte sie sich auf eine Bank und wartete. Wie konnte man die Unruhe wegschieben?
    
    Alle zehn Sekunden schaute sie auf ihre Uhr, aber die Armbanduhr tickte gemütlich vor sich hin. Konnte sie nicht schneller sein?
    
    Dafür, dass er die ganze Woche nicht für sie dagewesen war, konnte er doch wohl auch ein bisschen früher kommen! Es wurde auch schon langsam dunkel, denn der Himmel war wolkig. Und plötzlich klopfte ihr jemand auf die Schulter.
    
    Sie blickte auf. Ja, es war Jochen. Ihr Held. Der Mann, der eine Frau richtig glücklich machen konnte. Oh, war das schön! Sie sprang von der Bank hoch und umarmte ihn. Aber es war keine normale Umarmung, sondern sie fraß ihn bald auf.
    
    „Oh, ist es schön, dass du wieder da bist", lachte sie ihn an.
    
    „Und was meinst du, wie glücklich ich bin, dass ich dich wieder um meinen Hals habe!", lachte er sie an.
    
    So blieben sie lange in dieser Stellung zusammen und man konnte denken, dass es ewig so bleiben würde. Sie hielt ihn ganz fest, so, als ob sie meinen würde, dass er gleich wieder davon ...
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