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Die Mitte des Universums Ch. 076
Datum: 30.10.2021, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byBenGarland
76. Kapitel -- Frau Yen hatte ein Ei frei Mein kurzer Weihnachtsbesuch in Mavels Gemächern letzte Woche war sehr erfrischend gewesen, und nun machte ich mir Gedanken, wie wir den Dreier mit Nguyet und Vu endlich aufs Gleis setzten konnten. Nguyet hatte sich mit Vu schon wieder ein-, zweimal getroffen und mir nach mehreren Nachfragen gestanden, dass es ‚wunderschön', aber ganz anders, als sie gedacht hatte, war. Vu hatte sie wohl doch nicht nur einfach dreimal geknallt, wie sie es sich gewünscht hatte, sondern sie hatten sich während der zärtlichen Stunden sogar ‚ein bisschen ineinander verliebt', wie mir Nguyet gestand. Nun, in gewisser Weise kam mir es gerade recht, dass die beiden miteinander beschäftigt waren, denn Frau Yen hatte schon wieder vorgeschlagen, uns zu treffen. Gerade als ich noch einmal die Tage durchrechnete, die seit ihrer letzten Periode vergangen waren, schrieb sie mir allerdings ein Postskriptum: Wir könnten uns nicht völlig einander hingeben, da gerade ‚ein Ei frei sei'. Als ich mich nun wunderte, wieso wir nicht einfach noch eine Woche warteten, schrieb sie mir, dass diese Woche günstig wäre, da ihr Mann erst abends heimkommen würde und ihre kleine Tochter wieder bei der Oma war. Sie fügte in ihrer unnachahmlichen poetischen Art noch an, dass sie ‚mit ihren sanftmütigen Händen meine Haut entdecken und erkunden' wollte und auch neugierig war, einmal ‚die Schneeflocken aus dem Rachen meines Vögelchens davontanzen zu sehen.' Das ‚Vögelchen' war im ...
... Vietnamesischen natürlich der Penis, und das weibliche Pendant dazu der Schmetterling. Frau Yens Art zu schreiben hatte aber nichts Verklemmtes oder Kitschiges, wie ich fand: Sie hatte überhaupt eine lyrische Ader, wie ich seit zwei Wochen aufmerksam auf ihrer Facebook-Seite verfolgte. Und sie war ja auch eine gestandene ordentliche Mittvierzigerin, Standesbeamtin und geschätzte Bürgerin unserer Stadt, die derlei Verabredungen nicht mit ordinärer oder gar obszöner Jugendsprache treffen wollte. Ich stellte mir aber sogleich vor, wie sie mir geduldig und sachkundig eine Massage verpassen und dabei zum Abspritzen verhelfen würde, und meine Begeisterung wuchs. Was ich nicht wusste, war natürlich, wie sie sich ohne ihre Tochter im Haus geben würde: Wäre sie enthemmter, da wirklich niemand zusah, oder war sie letztens auf der Welle ihrer Tochter mitgeschwommen und würde nun konservativer sein? Würde sie sich verrückte Sexspielchen überlegen, oder war sie einfach auf die Befriedigung ihrer natürlichen Bedürfnisse aus? Ich kannte mich in ihrem Seelenleben nicht wirklich aus, wusste nur, dass sie versuchte, gesund zu leben, und wohl auch Buddhistin war, die Stille und innere Einkehr schätzte. Einen Tag vorher sagte Frau Yen dann allerdings unser geplantes Treffen ab; ihr Mann hatte die Schicht getauscht, so dass die darauffolgende Woche nun besser war. Das Ei würde dann nicht mehr frei sein, aber immerhin wären wir dann freier in unseren Sexualpraktiken. Als der Tag, an dem wir ...