1. Sünde, Schuld und Strafe


    Datum: 02.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byDingo666

    ... zwischen Hitze und Kälte, zwischen Druck und Zug, zwischen Schmerz und Lust. Eine Hand um ihre Gurgel.
    
    Die Reize stauten sich, überluden sie wie eine kleine Batterie unter Starkstrom, und alles begann zu glühen, zu zittern. Was war das nur? Wurde sie verrückt? starb sie? Doch nein, das fühlte sich an wie...
    
    Adalbert röhrte auf und versteifte sich am ganzen Leib. Dann pulste es warm und nass, als er seinen Erguss in sie verströmte.
    
    Das ließ sie in Richtung eines grauenvollen Orgasmus taumeln. Sie schlotterte und bebte am ganzen Leib. Die Erregung verstärkte sich zusätzlich durch die Doppelkralle aus Fingern, die ihr mit eiserner Kraft den Hals zudrückten und die Luft abschnürten.
    
    Sie kam, so grell und hart wie noch nie in ihrem Leben.
    
    Adelberts verzerrtes Gesicht löste sich in einem grauen Wirbel auf. Nässe auf ihren Schenkeln war das Letzte, das sie wahrnahm. Dann schwanden ihr die Sinne.
    
    ***
    
    „Ich danke dir, Diana. Du hast mir endlich gezeigt, wer ich bin."
    
    Mühsam zwang sie die Lider nach oben. Adelbert stand vor dem Bett, angezogen. Ihr ganzer Körper fühlte sich taub ...
    ... an, und sie war dankbar deshalb. Fast wäre sie wieder weggedämmert.
    
    Ein Knarren, ein Gewicht neben ihr auf der Matratze. Eine Hand, die sanft über ihre Wange fuhr.
    
    „Diese Nacht hat alles verändert." Adelbert sprach ernsthaft. Ein Erwachsener, nicht mehr der unsichere Jugendliche vom Vortag. „Wir sind jetzt zusammen. Für immer. Ich werde jeden Tag kommen und dir geben, was du brauchst. Das verspreche ich dir, bei meinem Leben."
    
    Er stand auf.
    
    „Erst mal muss ich... nachdenken." kam seine Stimme aus weiter Ferne. „Ich möchte ein wenig allein sein. Aber keine Angst. Ich bin bald wieder da. Vielleicht morgen. Vielleicht schon heute Nacht. Weil ich dich liebe, Diana."
    
    Die Tür schloss sich. Schritte auf den Stufen, verklingend.
    
    Diana starrte blicklos vor sich hin. Auf dem Nachttisch neben dem Bett, saß ihr alter Teddy. Der Kopf war verdreht und hing seitlich herunter. Er schien ihr zuzuzwinkern.
    
    Sie konnte nicht unterscheiden, was furchtbarer war. Die Aussicht, dass Adelbert bald wiederkommen würde.
    
    Oder die Tatsache, dass ein Teil von ihr sich klammheimlich darauf freute.
    
    ENDE 
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