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Sünde, Schuld und Strafe
Datum: 02.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byDingo666
... würde hundert Prozent pünktlich sein. Sein Blick wanderte an der Fassade entlang. Er wusste, dass Dianas Eltern reich waren. Ihr Vater war Arzt. Ein berühmter Chirurg, oder so was. Das zweistöckige Haus wirkte fast wie ein Schloss mit seinen hohen, in Sandstein eingefassten Fenstern und dem altmodischen Dach. Ganz anders als das winzige Häuschen seiner Familie. Aber das berührte ihn kaum. Alles verblasste neben der unfassbaren Tatsache, dass er einer Einladung von Diana folgte. Er fröstelte kurz, obwohl es eine laue Nacht war. Den kompletten Nachmittag war er wie betäubt durch sein Zimmer gelaufen. Er hatte sich geduscht, lange und ausführlich. Dann wollte er etwas von dem Duft anlegen, den er mal gekauft und hinten im Regal versteckt hatte, damit seine Mutter das nicht sah. Natürlich nahm er zu viel davon, der süßherbe Geruch raubte ihm selbst den Atem. Also duschte er nochmals. Die Reste des Eau de Cologne schimmerten nun gerade so durch, das war okay. Außerdem hatte er exakt um 18.30 Uhr zu Abend gegessen. Mit leerem Magen entwickelte er immer Mundgeruch. Heute so ungefähr das Schlimmste, das überhaupt geschehen konnte. Aber das Essen sollte lange genug her sein, dass er nicht mehr mit Verdauung beschäftigt war und vielleicht aufstoßen musste. Seine Knie verwandelten sich in Knetgummi bei dem Gedanken an den entsetzten Blick von Diana, den dies hervorrufen würde. Über Inhalt und Ablauf des Treffens nachzudenken hatte er peinlichst vermieden. Zum einen wollte ...
... er die Magie nicht durch Erwartungen oder falsche Gedanken gefährden. So oft hatte er sich heimlich selbst befriedigt und dabei an Dianas Busen gedacht. Das wollte er jetzt nicht. Durfte es nicht! Er hatte Angst, sie würde es merken. Zum anderen überforderte es schlicht seine Vorstellungskraft. Was konnte Diana, dieses göttliche Wesen, nur von ihm wollen? Gratuliert hatte er schon am Morgen, in der Schule. Das war glücklicherweise in dem Radau untergegangen, als alle anderen ebenfalls um Diana herumstanden, ihr auf den Rücken klopften oder blöde Sprüche über ihre Volljährigkeit und die Folgen absonderten. Diana lachte nur und zwinkerte ihm heimlich zu. Jetzt! Die Ziffern zeigten genau 21:00:00. Er klemmte das Geschenkpäckchen unter den Arm und drückte auf den Klingelknopf. Sein Herz schlug so hart und unregelmäßig wie eine verbogene Kurbelwelle. Schnelle Schritte hüpften eine Treppe herunter. Die Tür wurde aufgerissen. „Hallo Adelbert. Schön, dass du da bist. Komm rein. Oh -- Blumen! Das ist aber nett!" Er streckte ihr den -- sicher viel zu großen -- Strauß entgegen und lächelte verzweifelt. Diana war so strahlend schön, dass ihr Bild Löcher in seine Netzhäute brannte. Sie trug ein enganliegendes Top in Türkisblau, das weder aus der genauen Form ihres Busens noch aus der Beschaffenheit des Spitzen-BHs ein Geheimnis machte. Dazu ein superkurzes Röckchen. Weiße Rüschen, die weit abstanden und ihre fantastischen Hüften nachzeichneten. Sie lachte, ergriff ...