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Sünde, Schuld und Strafe
Datum: 02.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: byDingo666
... ihn an der Hand, und saugte ihn förmlich in die Villa hinein. „Wir bringen die Blumen erst mal in die Küche, da sind die Vasen", plapperte sie unentwegt. „Willst du was zu trinken? Ich habe auch ein paar Sachen oben. Cola und so. Und Wodka. Oder Grappa, wenn dir das lieber ist. Ach, ich freue mich so, dass du da bist. Komm, ich zeig dir alles. Hier drüben ist das Wohnzimmer..." Adelbert ließ sich durch das Haus manövrieren wie ein Schleppkahn. Er sah kaum etwas von den teuren Möbeln oder den prächtigen Teppichen auf dem Boden. Seine Aufmerksamkeit war völlig absorbiert von dieser Lichtgestalt, die da so unbefangen mit ihm plauderte und die so großmütig darüber hinwegsah, dass sein Gesprächsbeitrag nur aus ein paar zustimmenden Geräuschen bestand. Er konnte sich nicht losreißen von dem perfekten, ovalen Gesicht, den irritierend strahlenden Augen mit den ellenlangen Wimpern und dem Ausschnitt, ebenso tief wie atemberaubend. Unter ihrem Redestrom spürte er Nervosität. Aber das war unmöglich, da musste er sich irren. Warum sollte Diana nervös sein? Nein, das waren nur seine eigenen, überreizten Nerven. Irgendwann landeten sie oben. Dianas Zimmer erstreckte sich über die Hälfte des Dachgeschosses, ein Traum aus Massivholz, tollen Postern und Mädchensachen, irritierend und verlockend. War jetzt der richtige Zeitpunkt für das Geschenk? Oder besser noch warten? Er hielt es nicht mehr aus. „Für dich. Herzlichen Glückwunsch nochmal", brachte er heraus und streckte ihr ...
... die bunte Schachtel hin. „Ooooh!" Sie klatschte entzückt in die Hände und nahm es entgegen. Huldvoll, wie eine Prinzessin. Innerhalb von Sekunden hatte sie es aufgerissen. Adelbert hielt den Atem an. Ein guter Teil seiner Ersparnisse war gestern Nachmittag beim Juwelier geblieben. „Das ist ja..." Diana stockte und hob die Halskette hoch. In der Mitte prangte ein großer, funkelnder Stein. „Das kann ich nicht annehmen", flüsterte sie und sah auf einmal bestürzt aus. „Das muss ja fürchterlich teuer gewesen sein." „Nein nein, überhaupt nicht." Warme Zufriedenheit erfüllte ihn. Es gefiel ihr! Ja, kein Zweifel, sie war beeindruckt. Das übertraf seine kühnsten Erwartungen. „Leg es an." „Leg du es mir an." Sie warf ihm einen lockenden Blick zu und drückte ihm den Schmuck in die Hand. Dann drehte sie sich um und nahm mit einer eleganten Geste die Haare hoch. Adelbert stellte sich mit galoppierendem Puls hinter sie. Seine Finger zitterten, als er ihr die Kette um den makellosen Hals legte. Ihr Parfum drang in seine Nase, schwer und schwül, wie ein Versprechen auf unnennbare Ausschweifungen. Sein Blick fiel in ihren Ausschnitt. Oh Gott! Er konnte praktisch ihre nackten Brüste sehen! So nahe! So weich! So berückend! Hastig konzentrierte er sich auf den Verschluss und schaffte es, diesen einzuhaken. Sicherheitshalber trat er einen Schritt zurück. Diana baute sich vor dem gezackten Spiegel auf, der an der Innenseite der Tür angebracht war, und drehte sich hin und her. ...