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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Gewissen habt. Wo ist Nori? Ich will mit ihr reden!" Die Chefin des Klubs seufzte resigniert. „Mach, was du willst, aber halte mich da raus. Sie ist vor Kurzem in die Pathologie gegangen. Wahrscheinlich will sie Long wieder einsargen, als Rache, dass Wang ihr das Spielzeug weggenommen hat." Wanda ekelte sich vor dieser Frau. Jasmin schien genauso verkommen zu sein, wie alles andere in diesem schrecklichen Haus. „Ich gehe zu ihr! du kannst diesen Verbrechern ja weiterhin in den Arsch kriechen." Wanda beeilte sich. Long war sicherlich kein Engel, aber dieser Frau ausgesetzt zu sein, musste die wahre Hölle für ihn bedeuten. Sie hatte gestern selbst gesehen, wie brutal und menschenverachtend Nori an ihm gewütet hatte, wenn auch nur kurze Zeit. Hoffentlich kam sie nicht zu spät und konnte das Schlimmste noch verhindern. Sie eilte die Treppe hinunter, bog in den langen Gang mit den Zellen ein und lief ihn entlang, bis sie die Tür des Operationssaales erreicht hatte. Es brannte Licht, sie waren also tatsächlich hier. Kaum dass sie die doppelflügelige Tür aufgedrückt hatte, hörte sie auch schon erstickte Schreie, die aus dem angrenzenden Leichenraum kamen. Long schien verzweifelt um sein Leben zu kämpfen. „Verdammt! Was machst du mit ihm?!? Hör sofort auf damit!" Überrascht drehte Nori ihren Kopf in Richtung ihrer Kollegin, während zwei stämmige, nackte Sklaven den Chinesen weiterhin auf die Liege drückten und die beiden Frauen abwartend beobachteten. Long ...
... war in eine Schublade gebettet und an selbiger festgeschnallt worden, eine Maske über den Kopf gestülpt, die schon halb verschlossen war. Zwei Schläuche steckten in seiner Nase, ein weiterer, mit einem dicken Ball versehen, war anscheinend für seinen Mund bestimmt. „Was willst du hier? Lass uns gefälligst in Ruhe! Mit diesem Stück Scheiße hier hast du nichts mehr zu schaffen!" Noris Stimme klang gereizt, voller Wut und Entschlossenheit. Sie war gefährlich, würde Wanda nicht die richtigen Worte finden, riskierte sie vielleicht selbst, dieser Wahnsinnigen zum Opfer zu fallen. „Ich soll Deinen Sklaven in der Show vorführen! Weißt du das schon?" Nori ließ augenblicklich von Long ab und wandte sich erstaunt zu ihrer Kollegin um. „In seinem jetzigen Zustand kann er die Vorführung unmöglich überstehen. Keine Ahnung, was ihr mit ihm gemacht habt, aber er ist völlig apathisch und nicht ansprechbar. Ich weiß nicht, wie ich mit ihm arbeiten soll. Ihr habt ihn total kaputt gemacht." Aus dem letzten Satz klang ihr Vorwurf überdeutlich heraus, Nori aber starrte sie an, als ob ihr ein Geist erschienen wäre. Wanda hatte sich ihre Aufmerksamkeit gesichert, jetzt würde jedes einzelne Wort zählen. „Dieser Junge dort oben ... Er soll doch als Geisha verkleidet werden ... richtig? Wie die Zwangsprostituierten im Krieg. Ich soll ihn schlagen und vergewaltigen, wie es die japanischen Soldaten mit vielen Thailänderinnen getan haben. Gib mir Long an seiner Stelle, niemand wird es ...