1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... ungefähr zehn Meter breiter Streifen angelegt. Auf Höhe des Erdgeschoßes befinden sich keine Türen oder Fenster, einzig eine Treppe führt hinauf zum Haupteingang."
    
    Viktor unterbrach ihn.
    
    „Ist das nicht ungewöhnlich, Chai, dass ein Krankenhaus keine Notausgänge besitzt?"
    
    Der Detektiv nickte und deutete auf gestrichelte Linien.
    
    „Wir haben vier verschiedene Etagentypen, die vom Grundriss her deutlich voneinander abweichen. Zwei im Keller, das Erdgeschoß und dann die darüber liegenden Etagen, die alle dieselben Abmessungen aufweisen. Notausgänge gab es früher in Form von zwei Tunneln, ich habe vor Tagen schon nachgeforscht. Einer davon wurde im Zuge diverser Arbeiten am Kanalisationsnetz verbaut, der andere zugemauert. Anscheinend reicht der Haupteingang jetzt aus, da sich der Verwendungszweck des Gebäudes geändert hat."
    
    „Und wenn wir versuchen, den zweiten Tunnel freizubekommen?"
    
    Chai seufzte und sah Viktor mit ernstem Blick an.
    
    „Ich weiß, woran du denkst. Aber Wang hat mehr als zwei Dutzend Männer, vergiss das nicht. Es wird Tote geben, wenn ihr einzudringen versucht. Auch würden wir den Tunnel mit Sicherheit nicht ohne Lärmentwicklung öffnen können, richtig?"
    
    Der Kasache nickte und beschloss, den Vortrag des Ermittlers nicht mehr zu unterbrechen.
    
    „Nichts für ungut, mein Freund. Wir kommen trotzdem noch auf den zweiten Tunnel zu sprechen, allein schon, um auch diese Möglichkeit nicht unberücksichtigt zu lassen. Okay!?!"
    
    Chai lächelte und ...
    ... blickte in die Runde, um sich der Aufmerksamkeit seiner Zuhörer zu versichern. Erst dann fuhr er fort.
    
    „Ich habe an jeder Gebäudeseite in den angrenzenden Häuserzeilen Zimmer gemietet. Zwei davon liegen leider recht ungünstig, man müsste sich aus dem Fenster lehnen, um die jeweilige Seite des Krankenhauses ganz überblicken zu können. Diesem Problem wird Viktor mit zwei Kameras Abhilfe verschaffen. Er wird sie so in den Fenstern installieren, dass sie nicht weiter auffallen und man aus den Zimmern heraus sowohl die Straße als auch die Mauer überwachen kann. Bei den beiden anderen Zimmern, die ich gemietet habe, gibt es keine Probleme."
    
    Der Vortragende nahm einen großen Schluck aus seiner Tasse und wandte sich anschließend an seinen Neffen.
    
    „Arlak! du und deine Freunde übernehmen die Observierung. Immer zu zweit in einem der Zimmer. Löst Euch ab! Aber sorgt dafür, dass immer einer von Euch die Straße im Auge hat. Bitte! Keinen Spaß zwischendurch, keine Ablenkung, kein Fernseher, Videospiel oder sonst irgendetwas. Ihr müsst Euch die nächsten Stunden zusammenreißen und konzentriert bleiben! Es hängen Menschenleben davon ab, also keine Fehler! Okay!?!"
    
    Er blickte die jungen Schwulen eindringlich an. Man sah die Spannung in seinem Gesicht, aber auch, dass die Jugendlichen ihn ernst nahmen und sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein schienen.
    
    „Viktor! du bereitest dich mit Deinen Jungs auf das Eingreifen vor, sollte es erforderlich sein. Parkt Euren Wagen hier an dieser ...
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