1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... ja?"
    
    Der Chinese schüttelte den Kopf.
    
    „Nein, Jasmin. Ich möchte nur dann mit einer Frau zusammen sein, wenn sie meine Nähe auch will."
    
    Jasmin dachte an Wangs Männer.
    
    „Gut. Ich gebe uns eine Chance. Mehr kann ich nicht versprechen, Lubana. Einverstanden?"
    
    Der flehende Unterton in ihrer Stimme ließ den Arzt schließlich einlenken.
    
    „Okay. Geh jetzt wieder in dein Büro. Ich werde mit Wang reden."
    
    Nochmals stieg er die Treppen hinauf, drückte Jasmin an sich und presste seine Lippen auf ihren Mund. Sie aber hielt die Luft an und ließ seine Intimitäten über sich ergehen. Lieber er allein, als Wangs Schergen.
    
    Der Pate schien über die Mitteilung des Arztes sichtlich erstaunt zu sein. Jasmin und er waren also ein Paar? Warum aber hatte sie ihm das nicht selbst erzählt?
    
    „Dafür hat sie meinen Männern aber sehr willig gedient, mein lieber Lubana. Sohin trifft mich deine Offenbarung dann doch ziemlich überraschend."
    
    Der Mediziner blickte den Paten unverwandt an. Da Wang ihn stets ebenso freundlich wie zuvorkommend behandelt hatte, war er sich sicher, frei heraus reden zu dürfen.
    
    „Sie hat große Angst vor Ihnen und Ihren Männern. Offen gesagt ist sie momentan in tiefer Sorge um ihr Leben."
    
    Wang zeigte eine betroffene Miene, wenngleich diese natürlich aufgesetzt und geheuchelt sein mochte.
    
    „Aber, aber, mein lieber Doktor. Sie wissen doch selbst, dass ich unsere verehrte Jasmin über alle Maßen schätze. Sie war mir stets eine treue Angestellte, die sich ...
    ... mit viel Engagement um dieses Geschäft gekümmert hat. Was ich von ihr verlangt habe, war doch nur ein wenig Hingabe an meine Männer. Ich konnte ja nicht wissen, dass sie einen Mann hat, dem sie zur Treue verpflichtet ist."
    
    „Sie werden Ihre Männer also anweisen, Jasmin in Ruhe zu lassen?"
    
    Wang richtete seinen Blick auf den Mediziner und verschränkte die Arme über seinem Bauch.
    
    „Ich denke, es wäre wohl am besten, die Dame zu uns bitten. Schließlich möchte ich Ihnen beiden meine besten Wünsche kundtun und meinen Segen erteilen."
    
    Wang beabsichtigte, Bonian augenblicklich mit einer energischen Geste auf den zu Weg schicken, als der Unterführer an seinen Paten herantrat, sich zu ihm hinunterbeugte und ihm etwas ins Ohr flüsterte.
    
    „Oh! Gut. Dann warte noch, bis sie den Gast verabschiedet hat und bring sie dann her. Lange kann das ja wohl nicht mehr dauern."
    
    Wang deutete auf einen Stuhl, der in der Mitte des Raumes stand.
    
    „Setzen Sie sich doch, mein Lieber. Ihre Freundin wird sich bestimmt freuen, gleich wieder bei Ihnen sein zu können. Die erste Zeit ist schließlich die intensivste, nicht wahr?!?"
    
    Bonian warf dem Arzt einen höhnischen Blick zu, der diesen sichtlich zu verunsichern schien. Aufkommende Angst begann an seinen Nerven zu nagen, ahnte er doch, dass Wang mit ihm und Jasmin etwas vorhatte.
    
    Eine Viertelstunde später stieß Wangs treuer Unterführer Doktor Lubanas „Freundin" durch die Tür. Der Doktor drehte sich zu ihr um und schien ehrlich besorgt zu ...
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