1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... sein.
    
    Wang musterte die beiden aufmerksam. Jasmin trat zwar an den Stuhl des Arztes heran, hielt ihren angsterfüllten Blick aber weiterhin auf den Paten gerichtet.
    
    „Was ist denn los mit Ihnen beiden? Lassen Sie sich doch von uns nicht stören! Zeigen Sie uns ruhig Ihre Liebe und Wertschätzung!"
    
    Die Chefin des Hauses hatte in Wang den wahrhaftigen Teufel kennengelernt. Doch in diesem Augenblick war ihr alles egal. Vorsichtig setzte sie sich auf Doktor Lubanas Schoß, legte ihre Arme um seinen Hals und gab ihm einen gefühlvollen Kuss auf den Mund. Sie spielte ihre Rolle gut, zeigte weder ihre Unsicherheit noch den Ekel, den sie für den chinesischen Arzt empfand.
    
    Jasmins Vorstellung überzeugte den Paten tatsächlich. Er erhob sich aus seinem Stuhl und gesellte sich zu den beiden.
    
    „Gut, dann wollen wir Sie nicht weiter an Ihrer Leidenschaft hindern. Morgen wird sicher ein aufregender Tag werden und Sie sollten beide, sobald Sie Ihre Lust gestillt haben, entsprechend ausschlafen, um fit zu sein."
    
    Er warf seinem Unterführer einen grinsenden Blick zu und setzte dann fort.
    
    „Sie werden die Show übrigens an meiner Seite verfolgen, mein lieber Herr Doktor. Wir sind ja im selben Semester, da ziehe ich Ihre geschätzte Gesellschaft dann doch jener der jungen Leute hier vor."
    
    Der Arzt erklärte sich einverstanden, beeilte sich dann aber, seine „Freundin" so rasch wie möglich wegzubringen. Einerseits natürlich, um ihr möglichst schnell nahe sein und seine Belohnung ...
    ... einzufahren zu können, andererseits aber, um erst einmal Abstand zu Wang zu gewinnen.
    
    Nori hatte indessen Doktor Katanaa versorgt und in einer der Zellen untergebracht. Nachdem Chai die Kammer verlassen hatte, hatte sie dem Mediziner nochmals hart mit Rohrstock, Nadeln und Strom zugesetzt. Wang musste bereits auf den ersten Blick erkennen, dass sie bei diesem Kunden weit übertrieben hatte.
    
    Der Rechtsanwalt lag gebrochen auf dem Bett seiner Zelle und wälzte sich vor Schmerzen wimmernd von einer Seite zur anderen. Die Domina beobachtete ihn eine Weile und überlegte, ob sie seine Qualen lindern sollte, doch würde dies vielleicht den Eindruck morgen abschwächen. Genau dieses Risiko durfte sie keinesfalls eingehen.
    
    Sie sah auf ihre Uhr. Nicht mehr lange und Wang würde sich ins Bett begeben, dann musste sie bereit sein für ihn.
    
    Nochmals überprüfte sie die Fesseln des Rechtsanwalts, legte eine Flasche Wasser neben sein Kopfkissen und verließ anschließend die Zelle.
    
    „Nori!"
    
    Kim stellte sich ihrer Kollegin in den Weg.
    
    „Was willst du?"
    
    Die blonde Domina ließ sich von Noris gereiztem Tonfall und wütendem Gesichtsausdruck nicht einschüchtern.
    
    „Morgen ... die Show ... Wird es auszuhalten sein für Alain?"
    
    Nori tastete das Gesicht ihrer Kollegin mit taxierenden Blicken ab. Kims Sorge schien echt zu sein.
    
    „Das weiß ich noch nicht. Aber du wirst ihn auf keinen Fall schonen, hörst du? Du bringst ihn sonst unnötig in Gefahr."
    
    Kim versuchte, in Noris Gesicht zu ...
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