1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... lesen, um den tieferen Sinn hinter deren Worten zu ergründen. Welche Gefahr? Bestand da vielleicht ein Zusammenhang mit den vielen Mafiosi, die im Klub herumlungerten? Wangs Männer schienen derzeit überall zu sein.
    
    Nori neigte ihren Kopf zur Seite, sah Kim eindringlich an, dann setzte sie alles auf eine Karte.
    
    „Ich weiß, dass du den Brief geschrieben hast."
    
    Die blonde Domina erbleichte. Dennoch versuchte sie, Haltung zu bewahren. Vielleicht hatte Nori nur geblufft und zu einer List gegriffen, um ihr die Wahrheit herauszulocken.
    
    „Welcher Brief? Ich weiß nicht, wovon du sprichst."
    
    Noris Augen blieben auf ihre Kollegin geheftet.
    
    „Doch. Das weißt du sehr wohl. Aber es ist auch nicht mehr wichtig. Ein paar Tage müsst Ihr noch durchhalten, dann wird es vorbei sein. Reißt Euch also zusammen, hörst du?"
    
    Kim trat einen Schritt näher an Nori heran und griff nach deren Hand.
    
    „Du meinst, er kommt frei?"
    
    Nori nickte. Kim durfte nichts auf eigene Faust unternehmen, um ihren Alain zu retten.
    
    „Ja. Wenn alles klappt."
    
    Kims Augen weiteten sich, ihre Hände griffen vor ihrer Brust ineinander.
    
    „Wenn ich dir helfen kann, Nori, dann sag es mir! Ich tue alles!"
    
    Nori nickte ihr zu und wandte sich zum Gehen.
    
    „Befolge einfach meine Befehle, mehr musst du nicht tun."
    
    „Warum bist du noch angezogen, kleine Nori? Los! Beeile dich!"
    
    Wang starrte ihr ärgerlich nach, als die Domina an ihm vorbei ins Bad eilte, um sich ihrer Kleidung zu entledigen.
    
    Der Pate ...
    ... setze sich aufs Bett und betrachtete den in einem schwarzen Latexsack eingeschlossenen Deutschen, der im Stehen mit einem Halsring an der Wand fixiert und derart zu regungslosem Verharren gezwungen war. Nori hatte sichtlich Freude daran, ihr Spielzeug zu misshandeln. Der Alte grinste. Warum auch nicht? Ihm ging es doch mit seinem genauso.
    
    Er hörte, dass sie sich die Zähne hastig putzte. Sie beeilte sich seinetwegen, das stimmte ihn versöhnlich. Er mochte es, wenn sie nach Minze schmeckte und er den Duft eines feinen Parfüms an ihr roch.
    
    Wenige Augenblicke später huschte sie auch schon heran, kniete vor ihm nieder und begann ihren Herrn vorsichtig auszuziehen.
    
    „Morgen ist UNSER letzter Tag in Bangkok, kleine Nori. Wir werden ein neues und sorgenfreies Leben beginnen, weit weg von hier und frei von allen Lasten."
    
    Wang sah die junge Frau ihren Kopf senken. Augenscheinlich wollte sie ihn von seinen Hosenbeinen befreien. Oder verfolgte sie etwa andere Absichten?
    
    Er packte sie am Hals, drückte ihren Oberkörper ein Stück nach hinten und hob ihr Kinn mit seinem Handgelenk an. Nori war nun gezwungen, ihren Herrn anzusehen, dennoch blieb ihr Gesicht ohne jegliche Regung.
    
    „Warum freust du dich nicht? Du darfst an meiner Seite sein, mir dienen und mich umsorgen, so wie du es früher getan hast. Jeden Tag, bis an dein Lebensende."
    
    Nori benötigte ihre ganze Beherrschung, um sich nichts anmerken zu lassen. Was Wang soeben erwähnt hatte, war ihre persönliche Hölle gewesen. ...
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