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Das Bangkok Syndikat 18
Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... Ausgang gerichteten Scheinwerfer geblendet. Als sie sich ans Licht gewöhnt und die freie Hand vor ihre Augen gehalten hatte, schien es ihr ähnlich zu gehen wie Chai. Ungläubig starrte sie die Soldaten an, die damit beschäftigt waren, Wangs Malaien zu fesseln. Dann erkannte sie den Ermittler und anschließend auch dessen Leibwächter, der Wang zu verbinden schien. Was sollte sie tun? In den Tunnel zurücklaufen? Oder hin zur Straße? Der Detektiv hatte sie bemerkt, die anderen allerdings noch nicht ... „Nori! Rühr dich nicht! Bleib stehen!" Erschrocken fuhr Viktor herum, zog seine Pistole und richtete sie gegen die Domina. Nori hatte sich blitzschnell hinter ihren Sklaven gestellt und hielt ihm ihr Messer an den Hals. „Lasst uns gehen oder ich bringe ihn um!" Chai hob seine Hände, während Viktor weiterhin mit der Waffe auf die Domina zielte. „Lass uns reden, Nori. Wir finden eine Lösung." Die Thailänderin Nori schüttelte ihren Kopf. „Lösung? Die haben wir doch schon. Du lässt uns gehen! Ich habe mein Versprechen dir gegenüber gehalten. Tom und Alain sind in Sicherheit." Chai näherte sich einen weiteren Schritt. „Nori! Von mir aus geh, aber ihn lässt du hier! Es ist genug! Behalte das Geld und verschwinde! Wir werden niemandem etwas sagen." „NEIN!", kreischte die Domina mit schriller Stimme. Chai hielt erschrocken inne. „Noch einen Schritt und er ist tot! Wenn ich ihn nicht haben kann, bekommt Ihr ihn auch nicht!" Ihre Miene spiegelte ...
... eine seltsame Entschlossenheit wider, während sich das Messer bedrohlich Christians Kehle annäherte. „Komm! Wir gehen, Christian. Sie werden uns nichts tun." Sie sprach diese Worte wie eine Mutter zu ihrem Kind. „Nori, bleib stehen! du machst alles nur noch schlimmer. Du liebst ihn doch! Niemals würdest du ihn tö ..." Ein peitschender Knall übertönte jedes Geräusch in der näheren Umgebung. Für einen Augenblick schien die Welt ihren Atem anzuhalten. Keiner rührte sich, alles schien in diesem Moment stillzustehen. Nur ein kleiner, roter Fleck war auf Noris Stirn zu sehen, während sich hinter ihrem Kopf rötlicher Dampf gebildet hatte. Einen Moment noch zeigte ihr Blick völliges Unverständnis, dann schien sich der Glanz in ihren Augen mitsamt ihrer Seele zu verabschieden, während ihr führungslos gewordener Körper langsam in sich zusammenfiel. Chai aber war wie erstarrt, wollte nicht akzeptieren, was geschehen war. Trauerte er ihr wirklich nach? Warum füllten sich seine Augen dann mit Tränen? „Mach den Jungen los, Chai!" Viktors Stimme drängte ins Ohr des Ermittlers und holte ihn zurück in die Realität. Er besann sich seiner Aufgabe, während Viktors Kameraden an ihm vorbei in den Tunnel stürmten. Chai folgte den Worten Viktors, trat an Christian heran, hielt aber seinen Blick auf Noris am Boden liegenden, leblosen Körper gerichtet. Ihre geöffneten braunen Augen schienen immer noch auf ein imaginäres Ziel gerichtet zu sein, als würden sie nach wie vor nach ...