1. Das Bangkok Syndikat 18


    Datum: 03.11.2021, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... auf der Lauer lagen.
    
    „Was genau siehst du, Arlak?"
    
    „Rauch! Unmengen von Rauch! Ich kann nicht alles sehen, ein Teil der Mauer behindert die Sicht."
    
    Viktor sah Chai ungläubig an. Seine Prophezeiung schien auf eindrucksvolle Weise Realität zu werden.
    
    „Arlak! Ruf die Feuerwehr und Polizei. Sie müssen sich Zugang verschaffen. Sie werden etwas Schweres brauchen, sonst bekommen sie das Tor nicht auf."
    
    Arlak plapperte immer wieder aufgeregt dazwischen.
    
    „Junge! Hör mir zu! Mach genau das, was ich dir sage! Es geht um Hunderte von Menschleben."
    
    Arlak war außer sich, fing um ein Haar zu weinen an, versprach aber, Chais Anordnung umgehend umzusetzen. Dann wurde es still im Funkgerät, während man von der Straße her jetzt aufgeregte Rufe vernahm. Eine alte Sirene heulte jämmerlich und teilte im Umkreis von etlichen Kilometern mit, dass hier, an diesem Ort etwas Schreckliches passiert sein musste.
    
    „Viktor! Jetzt heißt es aufpassen!"
    
    Der Kasache verstand und wies seine Männer ein.
    
    Er selbst stellte sich mit einem Sturmgewehr seitlich vom Eingang auf, ein weiterer seiner Männer mit einer Pump-Gun genau über dem Ausgang. Der Dritte aber legte sich auf der anderen Seite ins Gras und zielte mit einer Maschinenpistole auf die Tunnelöffnung.
    
    „Wir müssen sie schnell überwältigen und dann sofort rein. Vielleicht können wir noch jemanden retten, Viktor."
    
    Der Kasache hob den Daumen, zum Zeichen, dass er den Funkspruch verstanden hatte, verharrte aber weiterhin in ...
    ... seiner Position.
    
    Kurz darauf tauchte ein Lichtfinger in der Öffnung auf. Er schien hin und her zu wandern, bis er schließlich wieder verlosch. Der Ermittler erkannte, dass Viktor zu stutzen schien. Vielleicht hörte er etwas, das Chai nicht vernehmen konnte?
    
    In diesem Moment taumelten drei Gestalten aus dem Gang, einer davon schien verletzt zu sein.
    
    Viktor zielte mit der Mündung seines Sturmgewehrs auf den ihm am nächsten stehenden Mann, sein Kollege mit der Maschinenpistole auf den linken. Von dem in der Mitte schien keine Gefahr auszugehen, er schien nicht mehr bei Bewusstsein zu sein.
    
    Chai aber jubelte.
    
    „Verdammt noch mal, wir haben ihn! Wang! Der in der Mitte muss es sein!"
    
    Sirenen ertönten in einiger Entfernung und kündeten das Näherkommen der Rettungskräfte an.
    
    „Ich muss ihn versorgen, Chai. Er verblutet sonst."
    
    Der Detektiv willigte ein, erhob sich aus seinem Versteck, um dem Kasachen zu helfen. Die beiden anderen drehten ihren Gefangenen die Arme auf den Rücken, fesselten deren Handgelenke mit Kabelbindern und stießen sie dann zu Boden, um auch die Fußgelenke auf ähnliche Weise zu binden.
    
    Chai hatte Viktor und den Russen beinahe erreicht, als zwei weitere Personen aus dem Gang heraustraten. Der Detektiv bemerkte sie als Einziger, öffnete staunend seinen Mund, unfähig ein Wort zu äußern. Nori! Und der junge Mann an ihrer Seite musste Christian sein.
    
    Die Domina konnte im ersten Moment nur Schemen erkennen, so sehr wurde sie von dem auf den ...
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