1. Eine Pflanze mit Pfiff Kapitel 02


    Datum: 30.12.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    Kapitel 2
    
    Es klingelte an der Tür und ich öffnete Nadja, die wie immer super aussah. Schlank und Beine, die so aussahen, als wenn sie niemals aufhörten. Dieser Eindruck entstand aber auch daher, da sie genauso groß war wie ich selber. Wenn sie dann noch High Heels trug, dann war es noch extremer. Wenn sie zu mir kam, zog sie sich bequem an. Eine einfache Jeans und jeweils das der Jahreszeit angepasste Top dazu. Zu meiner Freude und Leidwesen zugleich aber sehr figurbetont. Sie wusste genau, welche Körperform sie hatte und zeigte diese auch, indem sie diese auch noch hervorhob. Ich mochte es besonders, wenn es warm war, wenn sie einen breiten Gürtel um die Taille legte und somit diese noch hervorhob. Da ich ihr dies einmal gesagt hatte, machte sie es immer wieder, wenn sie zu mir kam, um mir zu gefallen. Darum trug sie heute Bluejeans, ein fast knallrotes Top mit jeansfarbenem breiten Gürtel und dazu die unvermeidlichen Pumps in der Farbe der Bluse. Eine Augenweide.
    
    Sie genoss es immer wieder, wenn ich sie beim ersten Anblick ausgiebig betrachtete. Dann sonnte sie sich in meiner Bewunderung und ging oft übertrieben aufreizend an mir vorbei ins Wohnzimmer. Ihr reizendes Lachen, was sie dabei abgab, unterstrich noch ihren Auftritt.
    
    Ja, anders konnte man es nicht nennen. Es war ein kurzweiliger auftritt und die Bühne war mein Flur. Das Publikum war darüber immer wieder begeistert und sie konnte sich meiner Aufmerksamkeit sicher sein.
    
    „Was für eine Frau", dachte ich ...
    ... nur, als sie an mir vorbei ging und ich ihren Hüftschwung bewunderte. Dazu kam ein leichter, frischer, sportlicher Duft eines Parfüms, das genau auf diesen Auftritt abgestimmt zu sein schien.
    
    Dies war wieder einmal einer der Momente, an dem ich mich fragte, warum wir nichts miteinander hatten.
    
    Wenig später saßen wir beide im Wohnzimmer und es dauerte nicht lange, bis wir unser erstes Thema gefunden hatten. Wobei gefunden vielleicht falsch ist, denn wir brauchten nicht danach suchen.
    
    So quatschten wir über dies und jenes, wobei wir es uns immer gemütlicher machten. Ich hatte schon ein paar Leckereinen auf den Tisch gestellt und es dauerte nicht lange, dass Nadja ihre Pumps auszog, um die Beine angewinkelt mit auf das Sofa zu legen.
    
    Sie liebte diese Stellung und ich betrachtete sie dabei, denn obwohl es jetzt weniger elegant wirkte als zuvor, machte sie selbst jetzt eine mehr als gute Figur. Angelehnt an die Lehne hielt sie mit einer Hand ein Weinglas fest, in dem sich die blutrote Flüssigkeit eines Franzosen befand, welche genau mit der Farbe ihrer Lippen harmonierte.
    
    Es war schwer, sich ausschließlich auf unser Gespräch zu konzentrieren, aber genau das machte es vielleicht so interessant.
    
    So vergingen die ersten zwei Stunden des Abends. Erst dann erzählte ich ihr von den Blumen und was ich darüber heraus bekommen hatte. Sie glaubte es mir nicht wirklich, das konnte man erkennen, zumindest spiegelte es sich in ihrem Blick wieder, denn sie sah immer wieder zu ...
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