1. Eine Pflanze mit Pfiff Kapitel 02


    Datum: 30.12.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... den Blumen, die in der Ecke standen. Ein leichtes Grinsen auf ihren Lippen untermalte es noch mehr.
    
    „Du glaubst mir wohl nicht!", sagte ich zu ihr, und obwohl ich eigentlich nicht so geplant hatte, meinte ich dann zu ihr. „Geh doch hin und riech selber daran. Wirst sehen was du davon hast oder besser gesagt, verabschiede dich für heute Abend von deiner Figur!", dabei grinste ich jetzt sie an.
    
    Sie sah weiter zwischen mir und den Blumen hin und her, als wenn sie sich nicht entscheiden konnte.
    
    „Feigling!", sagte ich mit einem auffordernden Unterton in meiner Stimme.
    
    Dass lies sie nicht auf sich sitzen. Sie stellte das Glas auf den Tisch, stand irgendwie umständlich auf, als wenn sie sich mir wieder präsentieren wollte, und ging dann zu den Blumen herüber. Dort stand sie wenig Sekunden davor, als wenn sie sich unsicher wäre. Ein letzter Blick zu mir, dem ich schmunzelnd entgegnete. Dann beugte sie sich langsam herunter und sog die Luft schon schnüffelnd ein, als sie noch dreißig Zentimeter davon entfernt war.
    
    Vielleicht dachte sie, dass ich sie verkohlte und die Blumen so etwa, wie Aasblumen waren, die fürchterlich stanken und ich sie nur verkohlte. Aber da sie nichts dergleichen merkte, wurde sie mutiger und schon wenig später hing ihre Nase in einem der Blumenkelche.
    
    Ich wusste was sie jetzt roch und genoss den Anblick ihres verlängerten Rückens, der sich mir entgegen streckte.
    
    Wenige Sekunden später stand Nadja wieder gerade da und drehte sich zu mir ...
    ... um.
    
    „Riechen wirklich gut. Süß und irgendwie lecker. Wie lange dauert die Wirkung, die du beschrieben hast? Ich merke jedenfalls noch nichts. Oder hast du mich mit der Geschichte nur verarscht?"
    
    Die Antwort gab sie sich selber, als ihr Magen auf einmal ein Knurren von sich gab, das geradezu durch das Wohnzimmer schallte.
    
    Nadja sah mich an, als wenn es sie davon peinlich berührt wäre. Dann veränderte sich aber ihr Blick und richtete sich auf das, was auf dem Tisch stand.
    
    Es war interessant, ja, so kann man es vielleicht ausdrücken, was jetzt passierte. Nadja kam zu ihrem Platz zurück und das Erste, was sie tat war, dass ihre Hand in die Schale mit den Flips wanderte.
    
    Hatte sie sich sonst immer zurückgehalten und vielleicht nur einen kleinen Happen von allem genommen, um ihre Figur nicht zu ruinieren, nahm sie dieses Mal eine volle Hand heraus und stopfte sich diese in den Mund. Ihre grazile Art des Essen, welche ich von ihr kannte, war wie weggeblasen.
    
    Während sie noch auf der ersten Ladung kaute, griff sie bereits zu der nächsten und führte diese ebenfalls zum Mund. Dann sah sie mich an und ich konnte einen fast gierigen Blick erkennen.
    
    „Was?", sagte sie gedämpft durch den Inhalt ihres Mundes, „noch niemals einen Menschen essen sehen?"
    
    Ich sah sie nur erstaunt an, was sie aber gar nicht mehr mitbekam, denn sie widmete sich wieder der Nahrungsaufnahme, ohne auf eine Antwort von mir zu warten.
    
    Ich weiß ja nicht wirklich, wie es bei mir ausgesehen hatte, ...
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