1. Eine Pflanze mit Pfiff Kapitel 02


    Datum: 30.12.2021, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor

    ... aber jetzt konnte ich es mir vorstellen. Nadja stopfte sich so viel in den Mund, wie es nur ging. Dabei bekam sie richtige Hamsterbacken, denn sie kam mit dem schlucken nicht nach. Stück für Stück verschwand in diesem Schlund, aus dem manchmal sogar etwas herausfiel, wenn Neues nachgeschoben wurde. Während des Höhepunkts dieser Fressorgie hatte Nadja in beiden Händen etwas zu essen.
    
    Währenddessen machte ich einen Fehler, den ich erst bemerkte, als ich es tat.
    
    Nur zusehen was zwar faszinierend, aber ich wollte selber auch noch einen Happen davon abhaben. Also griff ich ebenfalls in Richtung Tisch, bevor alles von Nadja vernichtet wurde. Doch kaum hatte sich meine Hand eindeutig auf etwas Bestimmtes zu bewegt, ließ Nadja die Hände sinken und sah mir genau dabei zu, was ich tat. Dann folgte eine Art knurren welches ich ähnlich schon von Hunden gehört hatte, die sich um ein Stück Fleisch stritten.
    
    Futterneid kam es mir in den Sinn und ich zog meine Hand wieder weg, was von Nadjas gierigem Blick genau verfolgt wurde. Was sie getan hätte, wenn ich etwas genommen hätte, kann ich nicht sagen, wollte es aber auch nicht ausprobieren.
    
    Zwanzig Minuten später war alles essbare auf dem Tisch in Nadja verschwunden. Doch das reichte noch nicht, denn in ihren Augen war der gierige Blick noch nicht verschwunden.
    
    Dieser wanderte aufmerksam und zugleich nervös, fast panisch über den Tisch.
    
    Mehr, sie brauchte noch mehr, das konnte man genau erkennen.
    
    Dann sah sie mich ...
    ... plötzlich an und mir wurde ganz anders.
    
    „Kühlschrank!", sagte ich nur und wies mit einer Hand in Richtung Küche.
    
    Nadja sprang auf und rannte fast in die Küche.
    
    Bevor ich ihr folgte, hörte ich schon, wie sie die Kühlschranktür aufriss. Dann in der Küche angekommen, sah ich sie vor dem geöffneten Gerät hocken.
    
    So oder so ähnlich musste es bei mir auch ausgesehen haben und es war sehr interessant es aus meiner Sicht zu sehen. Es war, als wenn ich noch einmal einen Film sah, den ich schon kannte. Alles, was irgendwie essbar war, wurde gegriffen und mit Heißhunger verschlungen.
    
    Erst eine viertel Stunde später merkte ich, dass ihr Hunger abnahm und die Aktivitäten erlahmten. Nadja kam langsam aber sicher in diese Welt zurück. Leider hatte sie zum Schluss etwas gegriffen, was ich ehrlich gesagt niemals roh verschlungen hätte und sie sicher auch nicht.
    
    Ich wollte am nächsten Tag Leber machen und so hatte sie sich zum Schluss noch ein Stück davon gegriffen. Es hing jetzt blutig, wie es war noch halb aus ihrem Mund und man konnte sehen, wie sich ihr Körper dagegen wehrte, dieses jetzt weiter aufzunehmen.
    
    Sie spuckte es auf einmal aus dann schoss sie auf einmal in die Höhe und rannte in mein Bad. Wenige Sekunden später hörte ich eindeutig, wie sich Nadjas Mageninhalt zumindest teilweise, in die Toilettenschüssel erbrach.
    
    Kein schönes Geräusch. Ich nahm die Küchenrolle und schlenderte mit einem fast siegreichen Lächeln ebenfalls ins Bad. Hier fand ich sie genauso kniend ...
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