1. Die Mitte des Universums Ch. 057


    Datum: 26.01.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byBenGarland

    57. Kapitel -- Die Immobilien-Dame
    
    Noch bevor ich mich letzte Woche mit Giang traf, hatte mir Nguyet von ihrer Immobilienfirma-Webseite aus eine Nachricht geschrieben. Sie wäre im Internet auf den Umstand gestoßen, dass ich in unserer Kleinstadt lebte, und wollte mir nun ‚pro-aktiv' ein Reihenhaus zeigen und -- vielleicht -- verkaufen. Sie pries ihre Firma in den höchsten Tönen und schlug vor, dass wir uns einmal zum Mittagessen in ihrem Musterhaus träfen.
    
    Da das Ganze wieder stark nach einem sinnlichen Rollenspiel aussah, sprang ich nicht sofort an, sondern vertröstete sie erst einmal, um die Spannung aufzubauen -- und traf mich mit meiner Nichte Giang, wie letzte Woche geschildert. Nun war aber die Zeit reif, Nguyet, oder Ms. Nguyen Thi Lan Nguyet, wie auf ihrer Webseite stand, einmal kennenzulernen und ihr zumindest die Chance zu geben, ihre Häuser an den Mann zu bringen. Ich ahnte natürlich schon, dass sie dazu ihre sexuellen Reize subtil und doch energisch einsetzen würde.
    
    Die Webseite, von der aus sie mir geschrieben hatte, wirkte echt, und Nguyet sah auf dem Foto schon ziemlich scharf aus. Rechts oben war eine Art Pass-Foto, aber weiter unten waren noch ein paar Bilder, auf denen sie im dunkelblauen Business-Kostüm beim Zimmervorführen zu sehen war. Sie sah ein bisschen wie eineFirst-Class-Stewardess aus, und so schrieb sie auch: selbstbewusst, mit Schmiss und Schwung, völlig von ihrem Produkt und ihrer eigenen Anziehungskraft überzeugt. Aber auch sexy und ...
    ... herrlich doppeldeutig; zum Beispiel, als sie mir versprach, ‚garantiert zum Abschluss zu kommen.'
    
    An besagtem Tag fuhr ich also gegen Elf zum Musterhaus, wo Frau Nguyen Thi Lan Nguyet arbeitete. Ich hatte mir extra Anzughosen angezogen, damit das Ganze offizieller wirkte, und auch sie enttäuschte nicht. Ja, sie trug ihr dunkelblaues Businesskostüm, wie auf den Fotos, und hatte ihr Haar hochgesteckt. Vorn war ihr Haar asymmetrisch geteilt, ein bisschen wie Giangs, aber ungleich professioneller: jedes Haar lag genau dort, wo sie es haben wollte. Sie hatte auch dezenten Lippenstift aufgetragen und wirkte mit ihrem weinroten Einstecktuch sowie ihren schwarzen Strümpfen und Absatzschuhen wirklich wie aus dem Ei gepellt.
    
    Als ich ins Musterhaus getreten war, war sie noch mit einem anderen Klienten beschäftigt gewesen und hatte mich gebeten, doch erst einmal Platz zu nehmen. Da ich schon mehrmals hier gewesen war, gab es -- außer ihr -- wenig zu sehen. Aber das war ja durchaus genug. Ich bewunderte ihre behänden Bewegungen, als sie Formulare umdrehte und unterschrieb, dann zum Kopierer ging und sich mit einer Hand auf dem Deckel festhaltend zu mir umdrehte. Der andere Herr hatte aber keine Augen für sie, sondern las sich mit seiner Brille unten auf seiner Nase das Kleingedruckte durch, bevor sie ihm noch einen weiteren Stapel Dokumente vorlegte.
    
    Nun sah es aber so aus, als ob die Menge der Dokumente ihn an seinem geplanten Mittagessen hindern könnte, und so nahm er sie alle ...
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