1. Geheime Fantasien


    Datum: 05.04.2022, Kategorien: Sonstige, Autor: Emily Bloomingdale

    ... Daran konnte ich mich gar nicht erinnern, aber letzte Nacht war alles möglich gewesen.
    
    "Also ich erinnere mich nur an einmal."
    
    "Wenn man die Sache in Stefans Schlafzimmer nicht mitzählt."
    
    "Du warst in Stefans Schlafzimmer?"
    
    "Natürlich, er hat mich doch dazu geholt, während du gerade ..." ich brach ab. Da war sie also, die Retourkutsche. Typisch Ella. "Bitte hör auf damit, das ist sowas von Kindergarten."
    
    "Wovon um alles in der Welt redest?"
    
    Aus leidvollen Erfahrungen wusste ich, dass sie stundenlang so weitermachen konnte. "Okay, es tut mir leid. Ich entschuldige mich in aller Form dafür. Und es wird auch garantiert nie wieder vorkommen."
    
    Ella setzte sich auf mich und sah mich eindringlich an. "Was wird nie wieder vorkommen?" Sie sprach betont langsam und sehr deutlich, so als hätte sie es mit einer Bekloppten zu sein. Gleichzeitig klang ihr Tonfall bedrohlich.
    
    "Ich werde dich nie wieder vollspritzen, das schwöre ich!"
    
    Meine Freundin sah nun ernsthaft verwirrt aus. "Mit was?"
    
    "Wie?"
    
    "Mit was wirst du mich nie wieder vollspritzen?"
    
    "Mit, äh ..., mit Sperma."
    
    Zunächst fasste sie mir an die Stirn, dann zog sie die Decke weg und griff mir zwischen die Beine. "Jule, ich zerstöre deinen Illusionen wirklich nur ungern. Aber du hast keinen Schwanz."
    
    "Es war ja auch nicht meiner."
    
    "Du hast dir also einen geliehen. Willst du das damit zum Ausdruck bringen?"
    
    Ich schüttelte den Kopf. Langsam dämmerte mir, dass die letzte Nacht eventuell ...
    ... nicht ganz so gelaufen war, wie ich es in Erinnerung hatte. Oder eher überhaupt nicht so.
    
    "Erzähl", sagte sie ganz sanft und legte sich neben mich.
    
    Und genau das tat ich in den nächsten Minuten. Ich fing damit an, wie sie zu mir ins Bett gekommen war und meine Muschi verwöhnt hatte. Bis dahin konnte sie mir folgen. Kurz darauf musste ich wohl eingeschlafen sein und mein völlig abartiger Sextraum begonnen haben. Nichts, aber auch gar nichts davon war wirklich passiert. Es wäre auch zu schön gewesen.
    
    "Gut zu wissen, worauf du stehst. Ich meine, das meiste davon hattest du mir ja schon in den Tagen davor berichtet. Aber wenn dir das mit dem Abspritzen in mein Gesicht so gut gefallen hat, können wir das auch ohne Mann erledigen. Es gibt Dildos mit einem kleinen Tank. Für so einen Schweinkram bin ich durchaus zu haben."
    
    Ich nickte schwach. Die Idee gefiel mir zwar ziemlich gut, aber in erster Linie spürte ich diese riesige Enttäuschung in mir. Dabei hatte sich alles so verdammt real angefühlt.
    
    Stefan hatte uns ein schönes Frühstück zubereitet. Oder vielleicht war es auch Kerstin gewesen, seine Ehefrau. Laut Ella war sie letzte Nacht nach Hause gekommen, kurz nachdem ich eingeschlafen war. Wir bedankten uns herzlich für die Übernachtungsgelegenheit und versprachen, im nächsten Jahr mal wieder vorbeizuschauen. Niedergeschlagen ließ ich mich auf den Beifahrersitz plumpsen. Bis auf weiteres würde nun mein Rabbit-Vibrator wieder für Glücksmomente sorgen müssen, da ich Ella ...