1. Geheime Fantasien


    Datum: 05.04.2022, Kategorien: Sonstige, Autor: Emily Bloomingdale

    ... Panikattacke. Es nützte nichts, ich musste Ella wecken, auch wenn sie erfahrungsgemäß sehr unschön darauf reagierte. Ich wollte sie an ihrer Schultern schütteln, doch mein Griff ging ins Leere. Erleichtert und wütend zugleich begriff ich sofort, von wem die Geräusche stammten. Nun hörten sie sich auch nicht mehr unheimlich, sondern nur noch geil an. Das war ich von einem auf den nächsten Moment ebenfalls und ich bedauerte zutiefst, dass Stefan es gerade meiner Freundin und nicht mir besorgte. Ich brauchte es jetzt auch und mir war nach drei Sekunden klar, dass meine Finger dieses Mal nicht ausreichen würden. Bei angeschalteter Nachttischlampe suchte ich die Taschen nach meinem Rabbit-Vibrator ab, doch mein treuer Lustbringer, den ich Eddy getauft hatte, befand sich nicht darin. Auf dem Fußboden lag er auch nicht und so blieb mir nichts anderes übrig, als zum Auto zu gehen. Ich schlüpfte in meinen Bikini und meine Sneaker. Im Flur kam ich am Schlafzimmer vorbei. Die Tür war geschlossen, aber auch so konnte ich ganz eindeutig vernehmen, dass es Ella war, die dahinter lustvoll stöhnte. Sie mochte ganz schön verdorben sein, aber das konnte ich auch. Kurz entschlossen zog ich den Bikini wieder aus. Von der Haustür bis zum Auto waren es nur ein paar Meter. Mitten in der Nacht würde draußen wohl kaum was los sein und hier in der Gegend kannte mich ohnehin niemand. Berauscht von meinem ebenso spontanen wie verrückten Einfall trat ich ins Freie. Es regnete noch leicht, aber durch ...
    ... die Tropfen auf meiner nackten Haut fühlte ich mich nur noch lebendiger. Im Kofferraum wurde ich nicht fündig, doch auf dem Boden hinter dem Beifahrersitz lag mein Lieblingsrabbit und tat ganz unschuldig. Ich kannte ihn besser. Für eine Sekunde dachte ich darüber nach, mich gleich hier an Ort und Stelle zu befriedigen, aber ganz so weit reichte mein Übermut dann doch nicht.
    
    Als ich die Haustür leise hinter mir schloss, schlug mein Herz wie verrückt. Ich war voller Adrenalin. Mein Schrei blieb mir in der Kehle stecken. Stefan stand ungefähr drei Meter vor mir im Flur. Da ich immerhin Schuhe trug, war er sogar noch nackter als ich. Wie in einem alten Western standen wir uns gegenüber. Ich hielt meinen Vibrator in der Hand, er seinen Knüppel. Mein Vorteil mochte sein, dass ich im Gegensatz zu ihm meine Waffe nach ihm werfen konnte. Doch wenn es blöd lief, besaß er anschließend zwei, wäre ich gänzlich unbewaffnet sein würde.
    
    "Ich befürchtete schon, du wolltest uns verlassen", sagte er in einem wenig vertrauenserweckenden Tonfall.
    
    "Ich habe keinen Führerschein", gab ich am ganzen Körper zitternd zurück und beschloss, dass ich dies so schnell wie möglich ändern würde - falls ich diese Nacht überleben sollte.
    
    "Komm mit, Jule. Ich möchte dir etwas zeigen."
    
    So etwas in der Art hatte ich befürchtet. Ein kalter Schauer nach dem nächsten lief mir über meinen Rücken. "Äh, ich würde lieber wieder in mein Zimmer gehen. Bitte."
    
    "Du möchtest nicht wissen, was ich mit deiner ...
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