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Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... du mir verzeihen, was ich dir angetan habe. Es tut mir so leid, aber damals war ich nicht ich selber. Ich war ein anderer Mensch und zwar kein guter. Sag mir bitte ganz ehrlich, wie deine Meinung dazu ist. Habe ich noch eine Chance?" Felicitas war erschüttert. Noch niemals hatte ein Mann ihr seine Gefühle so offen dargelegt und sich geöffnet. Sie ergriff Hans-Werners Hand. „Ja, du hast die Chance und du hast sie dir wirklich verdient. Meine Kinder lieben dich wie einen Vater, nicht wie einen Onkel und ich habe Gefühle für dich entwickelt, die ich mir niemals zugetraut hätte. Ja, Hans-Werner, versuchen wir es. Auch ich möchte wieder eine Familie haben, einen Mann, der mich von ganzem Herzen liebt und begehrt und der meine Kinder, nein unsere Kinder ebenso liebt und beschützt. Wir sind noch jung und können all die Fehler vermeiden, die wir in unserem ersten Leben gemacht haben." Felicitas schluckte. „Auch ich habe mich in dich verliebt und möchte so gerne mit dir zusammen sein . . . und wenn es geht für den Rest meines Lebens." Hans-Werner schaute sie verblüfft an. Dann meinte er trocken: „Mist, jetzt habe ich die Ringe vergessen." Felicitas boxte ihn auf den rechten Arm. „Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen. Komm du mir nur nach Hause." Hans-Werner grinste lausbubenhaft. „Ich werde es überleben, schätze ich mal." Die Mädchen, die bemerkt hatten, dass zwischen den beiden Erwachsenen etwas ganz Besonderes abspielte, das auch sie betraf, ...
... eilten zu den beiden. Sie drückten und schmusten sie ab und ließen sich verwöhnen und liebhaben. * Als Felicitas das Haus und das schöne, große Grundstück sah, konnte sie es kaum begreifen. Hier würde sie nun leben. Vor der Garage stand ein kleiner blauer Wagen. „Oh, meine Mutter ist schon da", sagte er zu ihr. „Sie konnte es wohl gar nicht abwarten dich kennen zu lernen." Hans-Werner hatte sich mit seinen Eltern ausgesprochen, auch wieder Kontakt zu seinen Schwiegereltern gefunden und ein gutes Verhältnis zu seiner Schwester, seinem Schwager und seinen Neffen hergestellt. Andrea war es auch, die ihm den Tip mit dem Auto gegeben hatte, denn sie fuhr den gleichen in Rot. Felicitas stand nur da und schaute staunend über das große Grundstück. „Kneif mich mal", sagte sie zu Hans-Werner, was der auch ungerührt machte. „Aua, spinnst du?" „Wieso, du hast es doch so gewollt." „Aber doch nicht so fest. Machst du eigentlich alles, was ich sage?" „Wenn es mir Spaß macht, warum nicht", brummte er, konnte sich aber ein Grinsen nicht verkneifen. „Schuft! Also träume ich nicht. Meine Güte, das ist wunderschön hier. Ich fühle mich jetzt schon wohl hier. Hans-Werner, du bist verrückt." „Für euch bin ich das gerne. Warte mal, bis du nach der Reha heimkommst, dann kannst du dich nach Belieben austoben. Ich sehe dich jetzt schon Blumen einpflanzen und Gemüsebeete anlegen." „Sag mal, woher weißt du, was mir gerade so durch den Kopf geht?", fragte Felicitas ...