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Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... mir keine Sorgen machen. Und die Kinder sind auch ganz vernarrt in ihn." „Maaaaaaammmiiiiii!!!", zeterte Laura. „Wann dürfen wir endlich ins Wasser. Wir haben doch schon unsere Badesachen an." Felicitas verdrehte in gespielter Verzweiflung die Augen. „Dann fragt Papa, was der meint . . . Ach, du meine Güte!" Sie schlug sich die Hände vor den Mund. Was war ihr denn da heraus gerutscht? Dass sie auch immer so impulsiv sein musste. Marianne verschluckte sich an ihrem Kaffee, drehte gerade noch rechtzeitig den Kopf zur Seite und hustete das koffeinhaltige Getränk über die Terrasse. Hans-Werner, der dem Zwiegespräch der beiden „Damen" zugehört hatte, bekam bei Felicitas Ausspruch große Augen und als seine Mutter ihren Kaffee ausspuckte, einen Lachkrampf. Er krümmte sich in seinem Stuhl zusammen und lachte, bis ihm Tränen in den Augen standen. „Kommt Kinder, Papa pustet euch noch die Schwimmflügel und die Reifen auf", sagte er mit einem vieldeutigen Blick auf die beiden verlegenen Frauen. „Dann ziehe ich mir schnell meine Badehose an und gehe mit euch ins Wasser. Bis ihr richtig schwimmen könnt muss immer ein Erwachsener dabei sein, verstanden?" Fabienne und Laura nickten ernsthaft. „Aber beeile dich, Papa", sagte Fabienne und schmiegte sich an Hans-Werner. Laura streckte ihre Arme aus und ließ sich von ihm hochheben. „Papa HaWe", stellte sie lakonisch und bestimmt fest. Jetzt war es an Marianne und Felicitas verblüfft zu schauen. Das kam nun ...
... wirklich unerwartet. Hans-Werner setzte grinsend Laura ihrer Mutter ganz behutsam auf den Schoß und machte das Gleiche mit Fabienne und seiner Mutter. „Passt mal bitte kurz auf die Beiden auf. Schade dass du noch nicht ins Wasser darfst", sagte er breit grinsend zu Felicitas. „Ich hätte dir zu gerne den Ring und die Schwimmflügel aufgeblasen. Aber das kommt schon noch." „Mach bloß dass du dich umziehst und ins Wasser kommst, du unverschämter Kerl! Also, Marianne, an deiner Erziehung für HaWe müssen wir noch ein klein wenig nachbessern." Sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und drückte Laura an sich. „Aber nur ein wenig!" Sie schaute sich zufrieden und glücklich um. Sie fühlte sich sauwohl. * Marianne war nach dem Abendessen wieder nach Hause gefahren und hatte ihrem Mann wohl so einiges zu erzählen. Hans-Werner hatte die Mädchen so richtig müde geschwommen und getobt, so dass sie freiwillig ins Bett gingen. Felicitas hatte darauf bestanden, dass die beiden im Gästezimmer schliefen, bis das Kinderzimmer wieder hergerichtet war, da sie nicht einsah, dass Hans-Werner immer noch auf dem Sofa übernachten sollte. Er hatte schließlich sein eigenes Bett. Sie würde auf dem Sofa schlafen. Da kam sie bei Hans-Werner aber gerade an den Rechten. „Nix da, du schläfst im Bett. Für deine frisch operierte Hüfte ist das Sofa gar nichts. Das ist viel zu schmal und zu hart." „Kommt nicht in Frage", erwiderte Felicitas hitzig und aufgekratzt. „Du hast viel zu ...