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Der Kotzbrocken
Datum: 10.05.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byarne54
... Gutenachtkuss kuschelte sie sich in seinen Arm und ein paar Minuten waren beide im Reich der Träume. * Hans-Werner wachte auf und wollte sich strecken. Aber irgendetwas oder irgendjemand verhinderte es. Ein Frauenkopf lag auf seiner linken Schulter und sein linker Arm kribbelte, weil er eingeschlafen war. Trotzdem fühlte er, dass er etwas kleines, zartes und rundes in der Hand hatte. Felicitas! Und was das war, war eindeutig eins ihrer süßen Bäckchen. Er drehte sich etwas mehr auf die linke Seite, um den Druck auf seine Schulter zu vermindern. Ein unwilliges Brummen zeigte ihm an, dass da jemand mit dieser Aktion gar nicht einverstanden war. Ihr langes braunes Haar hatte sich wirr um ihren Kopf verteilt und ließ ihren Gesichtsausdruck nicht erkennen. War sie wach, oder schlief sie wirklich noch? Ein scharfes Pusten, mit dem sie sich die Haare aus dem Gesicht blies und ein verschlafenes Lächeln, mit dem sie ihn forschend anblickte, sagte ihm, dass sie wach war, oder fast wach. Er küsste sie auf die Nasenspitze. „Guten Morgen, Traumfrau, hast du auch so gut geschlafen?" „So gut wie schon lange nicht mehr. Ich mag gar nicht aufstehen, so wohl fühle ich mich an deiner Seite. Ich liebe dich, mein Schatz." „Das geht mir genau so. Müssen wir denn aufstehen? Ist schließlich Samstag und wir haben alle Zeit der Welt." „Aber wir haben auch zwei Kinder und da es draußen schon hell ist, wundert es mich schon, dass sie sich noch nicht bemerkbar gemacht ...
... haben", meinte Felicitas. Wie auf Kommando öffnete sich die Türe einen kleinen Spalt und Fabienne streckte ihren Kopf um die Ecke. Etwas tiefer tauchte auch das Gesicht von Laura auf, die neugierig in Richtung Bett blickte. „Huhu, seid ihr schon wach?" „Nein, wir schlafen noch tief und fest. Na los, kommt schon her ihr Rabauken. Es ist noch etwas Platz zum Kuscheln bei uns." Kaum hatte Hans-Werner das gesagt, ging auch schon die Drängelei los. Fabienne suchte sich Platz an der Seite ihrer Mutter, während Laura sich auf Hans-Werner breitmachte. „Morgen, Papi", lautete ihre Begrüßung, dann legte sie ihr Köpfchen auf seine Brust und grinste ihn an. Hans-Werner grinste zurück. Er fing an sich an diesen Zustand zu gewöhnen und ihn zu genießen. Fabienne beugte sich über Felicitas und gab ihm auch ein Küsschen. „Guten Morgen, Papa", sagte sie ganz damenhaft, „hast du gut geschlafen?" „Mit dieser wunderschönen Frau im Arm kann ich doch gar nicht anders", gab er zurück und warf Felicitas einen verliebten Blick zu, was ihr ein Strahlen im Gesicht erscheinen lies. „Und was wollt ihr heute noch so alles machen?", fragte er die Mädchen. „Spielpark, bitte, bitte", kam es wie aus der Pistole geschossen. Hans-Werner schaute Felicitas an und als die nickte, konnten sie sich vor Begeisterung der beiden Kleinen fast nicht retten. „Und ich muss heute mal am Bankautomaten vorbei, meine Kontoauszüge holen", meinte Felicitas bedrückt. „Ja, ich weiß, du hast ...