1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... was ich mir zu Weihnachten wünsche."
    
    „Hm, sag, was ist es? Ein großer oder doch eher kleiner Wunsch?", hakte ich nach.
    
    Ihre Augen funkelten, als sie sagte: „Ich will auch ein Kind von dir!"
    
    Ich war baff. Damit hatte ich nicht gerechnet. „Du willst ... was?"
    
    „Ein Kind von dir." Ihre braunen Augen leuchteten.
    
    „Ich ... Ich ... Das ist ... Oh Lena, du machst mich überglücklich." Wir küssten uns.
    
    „Das wäre ja echt Wahnsinn", schwärmte Yasi halb begraben zwischen uns. Lena schob sich von mir und streichelte entschuldigend über Yasis Bauch. „Früher haben wir Pläne für unsere Zukunft gemacht, da wollten Lena und ich immer zusammen schwanger werden. Das wäre der Hammer, wenn das klappt."
    
    „Warum sollte es nicht klappen? Das kriegen wir schon hin, nicht wahr, du kleiner Teufel?" Lena nickte mir zu.
    
    „Glaube ich auch", meldete sich eine Stimme hinter mir.
    
    Gebannt schauten wir alle zu Lisa, doch statt mit ihrem üblichen Spruch entgegnete sie: „Ich noch nicht. Ich will jedenfalls noch nicht schwanger werden. Ich will erst mal ein Tattoo!"
    
    Lachend lagen wir zu viert im Bett. Dabei stellten wir fest, es war recht eng. Yasi rollte sich auf meinen Bauch, schob ihre Arme unter meine hindurch und legte ihren Kopf auf meine Brust. Lisa und Lena hielt ich rechts und links in den Armen. Sie streichelten Yasi und gaben uns Küsse.
    
    Umgeben von allen Menschen, die ich liebte, hätte ich ewig so liegen bleiben können. Ich spürte unsere Herzen im Gleichtakt schlagen. Es ...
    ... fühlte sich an, als würde mich pures Glück durchströmen. Yasi endlich wieder bei mir zu haben und zu wissen, sie trug mein Kind in sich. Obendrein hatte Lena den gleichen Wunsch. Das war Ekstase pur. Da wurde Lisas Wunsch nach einem Tattoo zur Nebensache.
    
    Nach etwa einer Stunde, in der wir uns nebenbei am Frühstückstablett bedienten, standen wir auf und duschten. Lena und Lisa gingen freiwillig nach oben. Von ihrem Kichern begleitet, verschwanden Yasi und ich Hand in Hand unten, im kleinen Bad.
    
    Anders, als in den vergangenen Wochen mit Lena und Lisa, waren Yasi und ich besonders zärtlich miteinander. Keine Heftigkeit oder SM-Spielchen. Nur Streicheln und sinnliche Küsse, leise geflüsterte Worte und verheißungsvolle Blicke. Es stand im Kontrast zu den, zugegebenermaßen, sehr erregenden Ausschweifungen, mit Lisa und Lena. Aber ich genoss den Augenblick mit Yasi unter der Dusche aufs Äußerste.
    
    Als wir uns gegenseitig abtrockneten, bekam Yasi einen heftigen Niesanfall.
    
    Zuerst lachte ich, doch Yasi wickelte sich in das vorgewärmte Badetuch und schmiegte sich an mich. Die Kälte brach wieder aus ihr heraus. Augenblicklich zitterte sie und klapperte mit den Zähnen, das man meinen könnte, ein Specht klopfte an.
    
    „Hey, was ist mit dir?", fragte ich besorgt. „Du hast dich gestern bestimmt erkältet. Die anstrengende Fahrt und dann durch den Schnee und dem eisigen Wind bis zu uns nach Hause."
    
    „Ach, das ist nichts. Ich bin nur ein wenig erschöpft", spielte sie es herunter. ...
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