1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... „Das wird schon wieder. Ich brauche nur warmen Chai und ein paar Streicheleinheiten von dir. Du wirst sehen: Morgen wird es mir schon viel besser gehen."
    
    Es wurde aber schlimmer.
    
    Yasi bekam binnen der nächsten Stunden eine Erkältung mit Fieber und Husten. Wir beide blieben zu Hause. Lisa fuhr mit Lena mit dem Bus in die Stadt, um sich ein Tattoo auszusuchen. Es war besser, wenn die beiden das ohne mich taten. Ich stand dem Ganzen zwar noch immer skeptisch gegenüber, hatte aber andere Sorgen.
    
    Nachdem ich die zwei regelrecht aus dem Haus scheuchte, um mit Yasi allein zu sein, machten wir es uns im Wohnzimmer gemütlich, tranken Tee und sahen fern. Yasmin lag eingedöst auf mir, unter ihrem Arm piepte ein Fieberthermometer. Es zeigte 39,4° Celsius an. Die Temperatur schien mir hoch. Ich fragte mich, was ich machen konnte, damit es nicht schlimmer werden würde. Ich überlegte, welche Mittel eine Schwangere bei Erkältung nehmen durfte. Es war schon 19 Jahre her, als Sonja mit Lisa schwanger war. Abgesehen davon, war ich damals mit ihr noch nicht richtig zusammen. In meiner Ratlosigkeit rief ich einen mir bekannten Naturheilkundler an. Ich erklärte ihm die Situation, woraufhin er nen Tipp gab: Bei Schwangeren könne man wie bei Kleinkindern vorgehen. Weiter gab er mir den Rat, Yasi einen lauwarmen Kamillentee-Einlauf zu verpassen. Der hätte zusätzlich den Effekt, dass sie nicht austrocknete. Man könne oft nicht so viel trinken, wie man bei hohem Fieber ausschwitze.
    
    Ich ...
    ... fragte ihn, wie ich Yasi denn den Einlauf verabreichen sollte. Er erwähnte eine Klistierspritze, das sei eine Pipette genau für diesen Zweck, mit der man die Flüssigkeit aufsaugen konnte, die dann in den After gedrückt wurde. Er beschrieb es mir, wie einen Gummiball mit einer Tülle oder Gummischlauch. Yasi müsste den Tee fünf Minuten in ihrem Körper behalten.
    
    Unsicher, ob es Yasi helfen würde, schlug ich es ihr dennoch vor. Sie schaute mich skeptisch an. „Na gut, wir können es probieren." Ihre Augenlider schlossen sich kraftlos und die Schultern sackten herab. „Besser, als abzuwarten, oder nichts tun."
    
    Mein Erfindergeist war geweckt. Ich suchte nach etwas, das man wie ein Klistier verwenden konnte. Nach kurzer Zeit fand ich einen Gummischlauch und eine Wärmflasche. Ich füllte 500 ml einer Kamillentee-Traubenzucker-Salz Mischung hinein und befestigte den Schlauch mit Gafferband in der Öffnung.
    
    „Ich helfe dir die Treppe hinauf, mein krankes Kätzchen." Sie schleppte sich von mir gestützt die Stufen empor und verweilte an der Badezimmertür.
    
    „Etwas schwindelig", bemerkte sie.
    
    „Setzt dich auf den Toilettendeckel, ich helfe dir beim Ausziehen."
    
    Yasi kicherte: „Nicht so wie beim letzten Mal, als unsere Klamotten nur so flogen."
    
    Ich nickte und grinste, als ich mich erinnerte. „Das war ein Quickfick! Sowas habe ich noch nie erlebt."
    
    „Meinst du ich? Du warst sowieso erst der dritte Mann, mit dem ich gebumst habe." Mit spitzen Lippen küssten wir uns.
    
    Als sie nackt ...
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