1. Polyamorie 02


    Datum: 01.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... sie hatte oft heimlich mit ihrem Handy telefoniert und wenn ich dazu gekommen bin, hatte sie das Thema gewechselt und lauter gesprochen. Als ich sie mal belauscht hatte, haben sie über Sex gesprochen und das sie sich sexy anziehen würde und mit ihm wieder treffen wollte. Glaube mir, sie ist fremdgegangen, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher."
    
    „Am Telefon kann man schnell etwas missverstehen, wenn man nur eine Seite hört. Das klang vielleicht nur so, Lisa. Es kann auch ganz anders gewesen sein. Wer weiß, mit wem sie da geredet hat."
    
    „Hat sie mit dir am Telefon über Sex gesprochen?"
    
    Ich musste überlegen. Eigentlich nie. Wenn ich mal nicht zu Hause war, hatte sie mich selten angerufen. Wenn, dann nur wegen Besorgungen, die ich erledigen sollte. „Nein, und Sex hatten wir zuletzt auch kaum."
    
    „Weil sie sich den von dem anderen Mann geholt hatte. Paar Tage vor ihrem Tod hatte ich sie darauf angesprochen, als sie wieder aufgedonnert angeblich zum Einkaufen wollte. Zuerst hatte sie es geleugnet. Dann aber zugegeben und gesagt, ich solle mir keinen Kopf machen. Sie würde dich zwar betrügen, aber nie verlassen. Wegen des Geldes." Lisa hob den Kopf und sah mich an. „Auch wenn sie meine Mutter war, sie war eine Schlampe, Papa! Sie hatte dich nicht verdient."
    
    „Jetzt, wo du es sagst, ich erinnere mich daran. Ich dachte, sie zieht sich so aufreizend an, um mir zu gefallen. Dann ihre Heimlichtuerei mit dem Handy. Sie hat immer wieder mit jemanden geschrieben und es sofort ...
    ... ausgeschaltet, wenn ich in den Raum gekommen bin. Ich dachte, sie schreibt mit einer Freundin oder Tina. Warum erzählst du mir das erst jetzt, warum nicht früher?"
    
    „Weiß nicht. Ich hatte Schuldgefühle. Ich habe nur Lena davon erzählt. Damals hatten wir den Plan geschmiedet, wie wir dich verführen wollten. Lena mochte dich auch sehr. Sie hatte ja schon Erfahrung mit Sex, ich noch nicht. Darum habe ich sie um Hilfe gebeten. Ich wollte nicht die letzte Jungfrau in der Schule sein."
    
    Allmählich dämmerte mir wie alles angefangen hatte, wie es zur Verführung kam.
    
    „Du hattest es nicht verdient, von Mama so betrogen zu werden. Sie hatte mir vorgeworfen, ich sei mehr deine Tochter als ihre. Im Streit hatte sie mir gestanden, sie wollte mich eigentlich zur Adoption geben, aber du hattest es verhindert. Sie wollte immer ein anderes Leben. Später, als du dann das Geld hattest, war ihr das nur Recht."
    
    „Das habe ich so nie mitbekommen. Ich war wohl zu sehr in die Arbeit vertieft."
    
    „Ich habe mir dann vorgestellt, wie es ist, wenn sie zu dem anderen Mann zieht und wir beide allein hier wohnen. Du würdest zu mir kommen -- wie jetzt -- und wir würden uns lieben. Ich würde alles für dich tun. Ich wollte nicht, dass sie stirbt, aber sie sollte aus unserem Leben verschwinden."
    
    Ich drückte Lisa an mich und gab ihr einen Kuss. Sie öffnete die Lippen. Unsere Zungenspitzen berührten sich sanft. Lisa wollte mich schon früher. Sie liebte mich. Wer weiß, wie lange schon? Und dann gab sie ...
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