1. Die Lawine - Teil 01


    Datum: 17.06.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjust_a_writer

    »Tut mir leid, der Sitz ist hinüber«, sagte der Busfahrer mit einer sonderbaren Mischung aus Genervtheit und Gleichgültigkeit.
    
    »Das bedeutet, dass ich jetzt die ganze Fahrt über stehen muss?«, fragte ich und warf meinem Klassenkameraden, der an dieser Situation keine unerhebliche Schuld traf, einen durchdringenden Blick zu.
    
    »Das bedeutet, dass wir dich nicht mitnehmen können«, erklärte der Fahrer.
    
    Mir entglitten die Gesichtszüge.
    
    »Was?«, platzte es aus mir heraus.
    
    »Es ist mir leider nicht gestattet, Personen zu befördern, die keinen zu festen Sitzplatz haben.«
    
    Aufgebracht deutete ich auf die abgebrochene Rückenlehne vor mir. »Das ist doch ein Sitzplatz, ich muss mich nicht anlehnen können, reicht doch, wenn ich mit Arsch auf dieser Sitzfläche hockt.«
    
    »Das kann ich leider nicht machen«, sagte der Fahrer resignierend.
    
    »Toll«, ich warf die Hände in die Höhe und hob unweigerlich meine Stimme, „und jetzt? Soll ich etwa den ganzen Weg zu Fuß laufen.»
    
    »Machen Sie doch keinen Aufstand Herr Weilensteiner. Dann fahren Sie eben mit mir ins Tal hinab.« Mit einer beschwichtigenden Handbewegung versuchte Frau Winkler die androhende Eskalation einzudämmen.
    
    »Zum Beispiel bei Ihrer Lehrerin mitfahren, das können Sie machen.«Kopfschüttelnd machte sich der Lenker wieder auf den Weg zum Fahrersitz.
    
    »Bleibt mir wohl nichts anderes über.« Ich gab nach und trottete mit meiner Reisetasche aus dem Bus.
    
    Kaum hatten meine beiden Füße den plattgedrückten Schnee des ...
    ... Parkplatzes berührt, schloss sich zischend die Türe hinter mir. Wenige Augenblicke später fuhr der Bus los und ließ mich in einer Dieselwolke stehen. Etwas mitleidig sah Frau Winkler mich an. Sie unterrichtete Englisch, wir waren ihr erster eigener Jahrgang und dementsprechend jung war sie auch. Ich schätzte sie nicht recht viel älter als Mitte zwanzig. Ihre schulterlangen, blonden Haare und ihre zarte Figur, ließen sie zusätzlich um einige Jahre jünger wirken. So kam es sogar anfangs vor, dass ihre Lehrerkollegen sie mit einer Schülerin verwechselt hatten.
    
    »Ich muss nur eben noch kontrollieren, ob auch alle Fenster und Türen zu sind und der Gas- und Wasserhahn zugedreht wurde. Wenn Sie so freundlich wären und in der Zwischenzeit unser Gepäck in mein Auto laden würden.« Frau Winkler hielt mir ihren Autoschlüssel hin.
    
    Nach wie vor genervt davon, aus dem Bus geworfen worden zu sein, nahm ich ihn entgegen und sah meiner Lehrerin hinterher, als sie sich auf den Weg in die Unterkunft machte. Unweigerlich wanderte mein Blick über ihren durchaus prominenten Hintern. Mit meiner Reisetasche um die eine Schulter, Frau Winklers Sporttasche über die andere und den Koffer hinter mir herziehend stapfte ich zu dem schwarzen Audi Kombi, der als Einziges noch auf dem Parkplatz vor der Hütte stand. Hütte war vielleicht eine Untertreibung, handelte es sich doch um ein 25 Zimmer, auf zwei Stockwerke verteilt, umfassendes Haus rund eine Stunde von der nächsten Ortschaft im Tal entfernt. Eine ...
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