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Die Lawine - Teil 01
Datum: 17.06.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byjust_a_writer
... Handy wieder in die Hosentasche und stapfte zurück ins wärmere Innere. Anschließend erklärte ich Frau Winkler, dass wir nicht vor morgen Nachmittag gerettet werden würden. »Das bedeutet, wir müssen hier noch mindestens einen Tag aussitzen«, seufzte sie. »Scheint so«, ich zuckte mit den Schultern. »Essen haben wir für eine Woche und Wasser, Heizung und Strom ebenfalls. Wir sollten Ihr Handy aufladen.« »Das wird ein wenig problematisch«, brummte ich, »mein Ladegerät liegt bei Ihnen im Auto.« »Verdammt«, sie strich sich einige ihrer Haare aus der Stirn, dann deutete sie auf meine vom Schnee durchweichte Jeans, »ziehen Sie sich lieber mal etwas Trockenes an.« »Mein Gepäck war auch schon in Ihrem Auto, schon vergessen?«, fragte ich. »Dann hängen Sie sie wenigstens über eine der Heizungen«, sagte sie. Ich zögerte, irgendwie war es mir unangenehm, vor meiner Lehrerin in Boxershorts herumzulaufen. »Ach jetzt stellen Sie sich doch nicht so an.« Sie winkte ab und zog eine Augenbraue in die Höhe. Ich kapitulierte, schlüpfte aus meinen Schuhen, Socken und meiner Hose. Anschließend drapierte ich alles um einen der Heizkörper im Erdgeschoss herum. »Sie sind aber auch nicht gerade auf eisige Temperaturen eingestellt«, bemerkte ich mit einem Blick auf ihren Pulli und die Leggings. »Ich hatte Angst, dass mir sonst im Auto zu warm werden würde«, gab sie zu. Gemeinsam kontrollierten wir die Schäden im Gebäude. Die hintere Seite, die von den ...
... Schneemassen am härtesten getroffen wurde, war zu einem Großteil verwüstet. Über die Hälfte des Speisesaales war mit Schnee befüllt. Damit blieb uns auch der Zugang zur Küche verwehrt, doch zu unserem Glück gab es noch eine zweite, deutlich mager ausgestattete Speisekammer in einem anderen Teil des Hauses. Für ein bis zwei Tage, würde es wohl reichen. Als es Schlafenszeit war, teilte Frau Winkler die Zimmer ein. „Sie nehmen dieses, ich das Gegenüberliegende», erklärte sie und verschwand in ihrem Zimmer. Kaum hatte mein Kopf das Kissen berührt, schlief ich auch schon ein. Eine klirrende Kälte weckte mich. Blind tappte ich nach meiner Uhr, die sich irgendwo auf dem kleinen Nachttisch befinden musste. Nach einigen Griffen ins leere ertastete ich endlich das eisige Metall des Armbandes. Im spärlichen Licht, das der Mond durch die zur Hälfte eingeschneiten Scheiben warf, las ich mühsam das Ziffernblatt ab. Halb drei. Ein Klopfen an der Türe ließ mich zusammenzucken. »Ist offen«, rief ich. Vorsichtig schob sich die Türe auf und eine vage Silhouette erschien im Türrahmen. »Bei mir im Zimmer ist die Heizung ausgefallen«, sagte Frau Winkler etwas kleinlaut. Ich setzte mich auf. „Hier ist‹s auch nicht besser.» »Vielleicht ist die Sicherung geflogen. Kennen Sie sich mit so etwas aus?« »Nicht wirklich. Aber wenn es nur die Sicherung ist, dann schätze ich, dass ich das Problem beseitigen kann«, schlug die Bettdecke zur Seite und setzte mich an den Bettrand, „wo ist der ...