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Die Burg Kapitel 01
Datum: 25.06.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... mehr gewohnt war. In der Stadt hatte man immer einen gewissen Geräuschpegel im Hintergrund, hier hörte man nichts. Hier hätte man eine fallende Nadel hören können. Das Letzte, was ich bemerkte, bevor ich einschlief, war ein Hund, der einen nicht vorhandenen Mond anheulte. Es klang richtig schauerlich, doch das nahm ich nur noch mit einem Ohr wahr. Es war unter der Decke so kuschlig, dass ich schnell einschlief. Irgendwann in der Nacht, wachte ich auf. Dort war ein Geräusch, was mich störte. Normalerweise wäre es mir nicht aufgefallen, aber da es rundherum still war, hörte man es deutlicher. Es war ein leises, schabendes Geräusch, kaum zu hören, aber vorhanden. Wenige Sekunden später war es wieder verschwunden. Dafür ging das Fenster auf und ein Windstoß fuhr durch den Raum. Unter meiner Decke konnte ich die jetzt hereinströmende kalte Luft nicht spüren, dafür strich sie mir über mein Gesicht. Ich erschrak, hatte nicht damit gerechnet. Sekunden später empfand ich es sogar als angenehm. Weniger schön war das Gefühl, als ich merkte, als meine Füße kalt wurden. Ich hob die Decke an, um sie mir unter die Füße zu klemmen, ging davon aus, dass sie freilagen. Aber das war nicht so, sie lagen gut verpackt unter der Decke. Trotzdem wurden sie auf einmal kalt, oder besser gesagt, es fühlte sich so an. Dabei blieb es jedoch nicht. Ich konnte an mir verfolgen, wie diese Kälte langsam an mir hochstieg, obwohl es unter der Decke warm war. Ein seltsamer Sinnesreiz, der sich ...
... dort breitmachte. Schon wenig später war es an meinem Knie angekommen und wanderte höher. Jetzt griff zur Lampe und schaltete sie ein, konnte fühlen, wie sich etwas unter meiner Decke langsam nach oben bewegte, ohne das sich bei mir ein Muskel rührte. Sofort schlug ich die Decke beiseite, konnte zu meiner Verwunderung nichts an mir erkennen. Inzwischen war das kalte Etwas, was immer es war, über die Hälfte meiner Schenkel gewandert und kroch höher. Es spielte keine Rolle, ob die Decke darüber war oder nicht. Da es jetzt in Reichweite meiner Hände war, griff ich mir an einen Schenkel, um es fassen zu können, doch dort war nichts. Dass Einzige was ich bemerkte war, dass meine Hand in etwas eintauchte, was kalt war. Ein seltsames Gefühl, als wenn man im Sommer seinen Arm in den Kühlschrank steckte. Weiter kroch es nach oben und ich war kurz davor aus dem Bett zu springen, aber es funktionierte nicht. Irgendwas hielt mich davon zurück. Das kalte Gefühl verfolgte weiter seinen Weg und würde in wenigen Sekunden auf meinen Unterleib überspringen. Doch soweit kam es nicht. Dafür kroch es mir zwischen die Beine überzog mein Geschlecht. Ein fremdartiges Gefühl überkam mich und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich es als gut oder schlecht empfand. Mein kleiner Freund zog sich jedenfalls zurück. Kälte war nicht sein Ding. Doch es blieb nicht dabei, dass die Kälte auf der Oberfläche entlang wanderte. Sie schien sich an dem kleinen Löchlein auf der Spitze meiner ...