-
Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... ärgerte ihn sehr, am gestrigen Tage weder in dieser Causa weitergekommen zu sein, noch Alains Mutter nicht von der Richtigkeit seiner Vorgehensweise überzeugt zu haben. Warum nur ging ihm das nur so nahe? Warum dachte er permanent an diesen Fall und konnte sich nicht von ihm lösen? Was war so besonders an dieser Angelegenheit? Insgeheim wusste er die Antwort. Es war das Finstere und Böse, das von dieser außergewöhnlichen Frau ausging. Der Detektiv spürte sein Mobiltelefon in der rechten Manteltasche vibrieren. Mit einiger Überraschung registrierte er Doktor Katanaas Stimme, die aus dem Lautsprecher klang. Hatten sie ihre Nummern ausgetauscht? Er konnte sich nicht daran erinnern. Nach den üblichen Begrüßungsfloskeln kam der Jurist umgehend auf den Grund seines Anrufs zu sprechen. Richtig, auch er hatte auf eine bedachtsamere Reaktion gedrängt, trotz des Hilfeschreibens und der darin geschilderten Not Alains. „Wirklich? Sie hat zugestimmt?" Doktor Katanaa schien auf seine Überredungskünste stolz zu sein. „Ja. Ich habe ihr klar gemacht, wie ernst die Lage ist und wie weit Ihre Bemühungen schon gediehen sind. Vielleicht haben Sie gestern etwas zu emotional reagiert, mein lieber Herr Na Ajutthaja, und nicht die richtigen Worte Frau Doktor Silami gegenüber gefunden." Chais Stimme wurde merklich dunkler. Ihm schien diese Erklärung überhaupt nicht zu schmecken. „Nein! Das glaube ich weniger, Herr Doktor. Frau Silami hat mir ihre Geringschätzung mehr als ...
... deutlich kundgetan und hätte ich nicht mittlerweile ein persönliches Interesse am erfolgreichen Abschluss dieses Auftrages, hätte ich diesen Fall aufgegeben. Vielleicht sollte sie sich einmal vor Augen führen, welche Erfolge ich in der Kürze der Zeit bereits vorweisen kann. Die Jungen leben, wir wissen, wo sie sich befinden und dass es ihnen den Umständen entsprechend gut geht." Arlak, der das Gespräch mit großem Interesse verfolgte, fiel es nicht schwer, sich den genauen Verlauf zusammenzureimen. „Beruhigen Sie sich doch bitte. Es ist geklärt und ich habe vor Frau Doktor Silami ähnlich argumentiert. Außer Ihnen hätte es wohl kaum jemanden gegeben, der in der Lage gewesen wäre, derart effizient und erfolgreich zu agieren. Machen Sie sich keine Gedanken, Sie bekommen die Zeit, um den Fall zu beenden. Ich persönlich bin mir absolut sicher, dass Sie erfolgreich sein werden." „Danke, Doktor. Sie glauben gar nicht, wie gut es tut, dass zumindest Sie meine Bemühungen zu schätzen wissen. Ich kann Frau Doktor Silami als Mutter durchaus verstehen, aber nur so lange sie das Leben der Jungs nicht aus reiner Ungeduld aufs Spiel setzt." Die Stimme des Rechtsanwalts klang angenehm und überlegt. Er schien die Kommunikation mit seinen Mitmenschen meisterhaft zu beherrschen. Überaus eloquent verstand er es, für ein angenehmes Gesprächsklima zu sorgen. Auch war sein persönliches Ansinnen unverkennbar, Sympathie und Akzeptanz von seinen Gesprächspartnern entgegengebracht zu ...