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Das Bangkok Syndikat 17
Datum: 21.08.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... die Lage aus ihrer Sicht völlig verändert hatte. „Ich werde dir während der Session erklären, warum du so dringend zu mir kommen solltest." Sie schien auf etwas zu warten und sah ihn eindringlich an. Dieses Mal lag jedoch keine Drohung oder Zorn in ihrem Gesicht. Also nickte Chai als Zeichen seines Einverständnisses.. „Zieh dich jetzt um, und krieche wieder zurück, verstanden?" Der Detektiv blickte zur Tür, an welcher der Typ mit der Fliegerbrille vermutlich lauschte. Ob er sie auch einen Spalt öffnen und einen Blick riskieren würde? Chai hielt es für möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich. Nori nahm einen langen Rohrstock von einem der vielen Haken an der Wand und schickte sich an, auch den Anwalt zu begrüßen. Dieser schien die Gefahr, in der er sich befand, zu spüren, und begann leise vor sich hin zu wimmern. „Streck mir deine Hände mit ausgestreckten Armen entgegen und dreh die Handflächen nach oben!", herrschte Nori den Rechtsanwalt an. Ohne zu zögern tat der Jurist, wie ihm geheißen. Chai zuckte zusammen, als ein grelles Kreischen den Raum erfüllte, und wandte sich erschrocken um. Der Anblick des Geschehens schnürte dem kleinen Thailänder die Kehle zu und erschütterte ihn zutiefst. Nori stand mit ihren hohen Stiefelabsätzen auf den Händen des Anwaltes und verlagerte ihr Gewicht zusätzlich so, dass der Druck auf die Flächen verstärkt wurde. Dem nicht genug, beugte sich die Sadistin auch noch über den Rücken ihres Opfers und hieb ihm den ...
... Rohrstock mit ungeheurer Wucht auf die Po-Backen. Widerwillig löste sich der Ermittler von diesem schrecklichen Bild und verschwand hinter den Vorhängen, während die Schmerzschreie des Gefolterten immer lauter durch die Kammer hallten. Chai wäre am liebsten sofort wieder gegangen. Was, wenn Nori ihm ähnlich zusetzen würde? Er konnte und wollte so etwas nicht erleben. „Wo bleibst du denn? Komm zu Deiner Herrin, Hündchen." Nori musste zwischenzeitlich von Doktor Katanaa abgelassen haben, dessen verzweifeltes Kreischen in jammerndes Schluchzen abebbte. Am lauter werdenden Knallen der Stiefelabsätze erkannte Chai das Unheil verheißende Herannahen der Domina. Schon wurde der Vorhang zur Seite gerissen, gefolgt von zwei kräftigen Ohrfeigen, die den Ermittler zurücktaumeln ließen. Chais Wangen brannten wie Feuer, nur noch verschwommen nahm er seine Umwelt wahr. Die Domina aber packte ihn am Hinterkopf und drückte ihn groß und ohne Feingefühl zu Boden. Warum nur ließ er sich diese Behandlung gefallen? War es der Auftrag, dieser Mafioso vor der Tür, oder ... Er führte seinen Gedanken nicht zu Ende, hörte ein Klirren über sich, spürte etwas Raues an seinem Hals. Ein kräftiger Ruck schnürte ihm die Luft ab, wenige Augenblicke später konnte er wieder frei atmen. Die Domina hatte ihm mit einem Hundehalsband seinen Status verdeutlicht. „Ich brauche bis morgen Früh fünfundsiebzigtausend Dollar. Die beiden Jungs bekommst du bis Ende der Woche." Nur mit Mühe konnte der Ermittler ...