-
Daphne
Datum: 25.08.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byrobin_d
... auch nicht, dass der Satz schon vorbei war. "Niemals!" "Na klar! Sag bloß, Du hast schon wieder nicht mitgezählt?" "Wir haben doch niemals erst 30 Bälle gespielt?" "Na sicher, ungelogen", antwortete ich mit einem breiten Grinsen, machte meinen Aufschlag und zählte laut ab 15:15 weiter. Leider endete auch der Satz mit 21:16 viel zu früh. Wir klatschten uns ab und machten wieder unsere Trinkpause auf der Bank. Auch dieses Mal rückte sie wieder dicht an mich heran. Ich roch die Mischung aus Deo und Parfum, welche sich durch ihre erhöhte Hauttemperatur um sie herum bildete. 'Gut, dass nasser Schweiß nicht stinkt,' dachte ich mir, 'sonst säße sie bestimmt nicht so dicht neben mir'. Flüchtig kroch eine Erinnerung an meine Schulzeit durch meine Gedankenwelt, dass frischer Schweiß Pheromone enthält. Den Gedanken ließ ich aber gleich wieder fallen. Hätte ich den Gedanken weiter verfolgt und zuende gedacht, hätte sich doch noch eine Beule in meiner Sport-Shorts gebildet. Die wäre garantiert nicht unentdeckt geblieben. Wir saßen so ein paar Minuten nebeneinander. Jeder hing seinen Gedanken nach. "Duschst Du eigentlich hier?" fragte sie mich plötzlich. "Na auf jeden Fall. eine halbe Stunde verschwitzt im Auto nach Hause fahren geht gar nicht!" antwortete ich direkt. Es dauerte so ein paar Sekunden, bis bei mir der Groschen gefallen war. Wenn die Damenumkleide zu war und Daphne auch für ihre Weihnachtsfeier duschen musste, gab es nur noch die eine Dusche. ...
... Und Duschkabinen gab es auch nicht. Es war halt eine typische Sporthalle mit Großraumdusche. "Oh," entkam es mir, als mir aufging, dass wir da auf ein Problem zusteuerten. "Wir können aber ruhig nacheinander duschen, ich hab's ja nicht eilig", schlug ich vor. "Keine Angst, ich werde mich auch benehmen", ergänzte ich lachend. "Weiß ich doch," lachte sie zurück. Nach einer weiteren Minute, die wir schweigend nebeneinander auf der Bank gesessen haben, wurde mir die Situation zunehmends unangenehm, da mir auch der Gedanke an das Duschen nicht mehr aus dem Kopf ging. "Spielen wir noch?" fragte ich. Daphne warf einen schnellen Blick auf die Uhr und meinte dann kopfschüttelnd "Nein, lass uns abbauen". Auch Daphne wirkte gedankenverloren. Gemeinsam räumten wir die Halle auf, räumten Netz und Ständer weg und packten unsere Taschen. Grinsend hielt ich ihr auf dem Weg zur Umkleide die Tür auf, um damit die Situation zu überspielen. Leider machte ich sie damit für mich nur noch merkwürdiger. Daphne ging mit einem Knicks an mir vorbei und betrat als erste die Umkleide. Das Grinsen, was sie mir dabei zuwarf, gab der Situation ein wenig der Leichtigkeit zurück, aber ein flaues Gefühl in der Magengegend hatte ich dennoch. So etwas war mir noch nie passiert. Mein Vorsatz, keine Dummheiten zu begehen und der "perfekte Gentleman" zu sein, bestand nachwievor. Im Nachhinein betrachtet war ich nicht mehr in der Lage, souverän und mit klarem Kopf zu denken. Ich setzte mich ...