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Kiss the Cook Kapitel 05 Ende
Datum: 14.09.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... ausgesagt, was ich dachte?Ich klickte die Bilder, besonders die beiden Letzten immer wieder an. War es nicht das, was ich von Anfang an wollte. Wollte ich nicht die ganze Zeit schon mit ihr schlafen? War das nicht das Ziel, wenn man es sich überlegte? Doch was hatte das mit dem anderen Bild zu tun. Klar war mir bewusst, was sie damit meinte. Natürlich war es möglich davon schwanger zu werden, aber da gab es Mittel gegen. Also warum die Anspielung? Ich verstand es nicht. Weitere Tage gingen ins Land und ich hörte nichts von Bea. Keine Mail, nichts was auf sie hindeutete. Eigentlich wie immer. Eine Zeit der Spannung und zugleich Entspannung. Ich konnte meinem Beruf nachgehen, ohne gestört zu werden, bekam die Konzentration, die nötig war. Gleichzeitig war die Mailkiste aber so gestellt, dass ich eintreffende Mails hören konnte. Es kam mehrfach vor und somit war das dafür eingegebene Geräusch häufig zu hören. Ich sah schnell wie möglich nach, ob es eine von Bea war. Waren die letzten Tage heiß und schwül gewesen, hatte sich das Wetter geändert. Es regnete bereits zwei Tage ununterbrochen. Für die Natur nach langer, trockener Hitze eine Wohltat. Für mein Gemüt eher kontraproduktiv. Es war die Zeit, in der man in einem Roman eher zu schweren, traurigen Kapiteln neigte. Oft kamen dabei Tod und Verzweiflung heraus. Man ließ eine bis dahin wichtige Nebenperson im Roman sterben oder man tat ihr zumindest Schlimmes an. Ein Drama mit ungewissem Ausgang. Das Dumme an der ...
... ganzen Geschichte war nur, dass es einen selber mit herunter zog. Man fühlte mit der Person mit, konnte es sich selber vorstellen und das trübte die eigene Stimmung noch mehr. Dabei überlegte ich, ob ich mir nicht im Süden ein Winterdomizil suchen sollte. Meine Romane wären heiterer geworden. So wurde dieser Tag auch nicht gerade mein erfolgreichster, was das Schreiben anging. Nur wenige Zeilen und dabei war ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich sie weiter verwenden würde oder löschen sollte. Es waren eher Lückenfüller. Eigentlich nur gemacht, dem Roman mehr Seiten zu geben. Ein wirkliches Dilemma. Gegen zweiundzwanzig Uhr wollte ich gerade Schluss machen, als ich noch eine E-Mail bekam. Es war selten, dass mir um diese Zeit noch jemand schrieb und ich war darauf gespannt, wer oder was es war. Bea schrieb mir und hatte eine Datei angehängt, die keine Bilddatei war, sondern eine Textdatei. Nicht ungewöhnlich für jemanden, der gerne schrieb und mich schon einmal um meine Meinung gefragt hatte. Als ich diese Datei öffnete, musste ich breit grinsen. Wie hieß es doch so schön, das Netz vergisst nie. Wie und wo Bea den Text gefunden hatte, war mir ein Rätsel. Es war eines meiner ersten Werke, als ich noch kein Schriftsteller gewesen war. Zu der Zeit hatte ich noch kürzere Romane oder längere Kurzgeschichten geschrieben, je nachdem welche Maßstäbe setzte. Diese hatte ich auf einigen Seiten veröffentlicht und nie löschen lassen. So geisterten sie noch durch das Netz, und ...