-
Kiss the Cook Kapitel 05 Ende
Datum: 14.09.2022, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... da sie unter einem anderen Pseudonym geschrieben waren, brachte man sie normalerweise mit mir nicht in Verbindung. Wie Bea es herausbekommen hatte, war mir ein Rätsel. Vielleicht hatte es Christina ihr verraten, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich es ihr verraten hatte. Zu der Zeit hatte ich noch viel experimentiert, sowohl mit meinem Schreibstil, als auch mit den Themen. Es war die Zeit, als Erotik hoch im Kurs bei mir stand und als ich mir diese alte Geschichte noch durchlas, musste ich an die Zeit zurückdenken. Schon komisch, wenn man sich nach Jahren selber verglich. Besonders auffällig war nicht der Inhalt, der einen überraschte, denn diese Gedanken hatte ich selbst jetzt noch unverändert. Interessant war die Art, wie ich geschrieben hatte. Mein Schreibstil hatte sich mit den Jahren verändert und heute hätte ich die Geschichte bei gleichem Inhalt vollkommen anders geschrieben. Kurze Geschichten waren nicht mehr mein Ding. Es musste eine Geschichte erzählt werden und das kam bei den kurzen Dingern viel zu wenig hervor, war aufgrund der Kürze nicht möglich. Bea hatte nichts weiter geschrieben. Sie wollte mir anscheinend nur mitteilen, dass sie dieses frühen Werke gefunden hatte. Ob sie etwas damit bezweckte, wurde mir nicht mitgeteilt. Es war eine Art Feststellung. Erst bei Näherem hinsehen, entdeckte ich, dass Bea doch etwas damit bezweckte. Sie hatte einzelne Worte oder Buchstaben kursiv gestellt. Also kopierte ich diese Textteile aus der Geschichte und ...
... übertrug sie in eine Textdatei. So formte sich langsam ein neuer Text aus dem alten. Es war nicht viel, aber zum Schluss stand folgender Text da: „BeReit weNN sIe es sind. Ich wiLl Ihnen meinen KörPer schenken. Will dasS Sie miCh nehmen, Wie die Natur es vorGesehen hat. WAnn?" Ich ließ mich zurücksinken. Auf der einen Seite hätte ich sofort ja gesagt, auf der anderen Seite beschäftigen mich die Konsequenzen. Aus diesem Grund antwortete ich nicht sofort. Ich überlegte einige Zeit, war mir nicht schlüssig. Zum Schluss kam ich auf die Idee, dass ich mit Bea viel Spaß haben konnte, ohne den letzten Schritt zu tun. Warum auch? Ich bekam auch ohne genug. Ich schrieb ihr zurück: „Warum die Natur herausfordern, wenn man sie auch überlisten kann? Würde mich am nächsten Wochenende freuen dich zu sehen und mehr ...!" Beas Antwort kam schnell und einfach, „Wenn Sie es so wollen, dann eben so. Komme am Samstag!" Damit war unsere kurz gehaltene Kommunikation beendet. Fast wunderte mich allerdings ihre Antwort, denn ich hatte von ihr den Eindruck bekommen, das sie immer versuchte ihren Kopf durchzusetzen und bekam, was sie wollte. Hier war es nicht der Fall, sie hatte schnell eingelenkt und das macht mich stutzig. Aber nicht lange. Die Freude Bea wiederzusehen und mehr, versetzte mich in eine leicht euphorische Stimmung. Der Samstag war nicht mehr lange hin. Die Tage vergingen schneller als ich dachte. Ich machte mir wenige Gedanken über den Samstag, freute mich nur darauf ...