1. Das Bangkok Syndikat 14


    Datum: 19.09.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... Unterleib aus, als auch sein Gesicht von einem heftigen Stoß erschüttert wurde. Er konnte kaum noch stehen, die Schläger an seiner Seite hatten ihm eindrücklich klargemacht, dass nur einer in diesem Raum zu reden hatte.
    
    Wang klappte ein Notebook auf und drehte es zu Long. In hoher Auflösung konnte sich der Scherge bei der Entgegennahme des unterschlagenen Dollarbündels beobachten. In allen Einzelheiten dokumentierte das Video, wie er die Banknoten in seiner Jackentasche verschwinden ließ und Nori anschließend die Quittung brutal in den Mund stopfte. Der Ausschnitt lief in Endlosschleife, Longs Versuch, sich abzuwenden, wurde mit weiteren Schlägen in seinen Magen geahndet.
    
    „Du weißt, was kommt, hast ja selbst oft genug den Vollstrecker für mich gespielt. Verrat ist ein schweres Delikt, ich muss es also auch entsprechend ahnden."
    
    Wangs Blick richtete sich auf den rechts von Long stehenden Schläger.
    
    „Steckt ihn ins Kalkfass! Gebt ihm Zeit, ich möchte, dass man ihn hört. Es soll sich jeder überlegen, ob er ein ähnliches Schicksal erleiden möchte."
    
    Longs Augen weiteten sich. Er wusste genau, was der Befehl des Paten für ihn bedeutete. Sein Körper sollte, von seinen Füßen nach oben, Stück für Stück, langsam in ungelöschtem Kalk aufgelöst werden.
    
    Entsetzliche Panik breitete sich in ihm aus, Schreie verließen seinen Mund. Der Selbsterhaltungstrieb ließ ihn flehen, weinen und kreischen. Seine Würde war mit einem Schlag verschwunden, von seinem Stolz nichts mehr zu ...
    ... finden.
    
    Jasmin musste sich abwenden, selbst sie schien seinen Anblick nicht zu ertragen. Nori aber verfolgte seinen verzweifelten Kampf um Wangs Gnade mit augenscheinlichem Interesse. Sie war es auch, die schließlich dem Paten ihre rechte Hand auf dessen linke Schulter legte, während Long von den beiden Männern abgeführt wurde.
    
    Wang wandte sich erstaunt zu der kleinen Asiatin um. Sie sah eindringlich auf ihn hinunter, blickte dann zu Jasmin, die den Alten und die Domina erstaunt beobachtete. Die Chefin des Klubs war immer noch erschüttert von Longs verzweifelten Schreien, die überdeutlich im Flur hallten.
    
    „Geh raus, Jasmin."
    
    Die Worte des Paten schienen sie regelrecht aus dem Raum zu katapultieren. Jasmin schien erleichtert, nicht mehr in der unmittelbaren Nähe dieses Mannes verweilen zu müssen. Sie wusste, was die Mafia für viele Menschen bedeutete, hatte immer wieder davon gehört, zu welchen Verbrechen diese Institution imstande war. Sie hatte selbst zahlreiche Male die Opfer im Keller gesehen, die von Nori auf entsetzliche Art und Weise gefoltert worden waren, und sich damit getröstet, dass diese Menschen zumindest nicht hatten sterben müssen. Eilig lief sie den Flur entlang zum Treppenhaus. In den oberen Etagen hoffte sie, dem Geschrei Longs entkommen zu können.
    
    „Also?"
    
    Nori ließ sich vor Wang auf ihre Knie, drückte dessen Beine sanft auseinander und öffnete den Reißverschluss seiner Hose. Der Alte lächelte. Dass Nori sich ohne Zwang zu solch einem Dienst ...
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