1. Die Mitte des Universums Ch. 039


    Datum: 24.09.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byBenGarland

    39. Kapitel -- Eine Hübsche Überraschung in Da Nang
    
    Tina war nun mit ihrer Studiengruppe im Sommer-Militärlager, aber Tuyet war immer noch nicht aus Saigon zurück. Da sie nicht nur die Fachrichtung, sondern auch die Uni gewechselt hatte, musste sie Woche für Woche jetzt in den Semesterferien alle möglichen Prüfungen nachholen. Sie würde wohl nicht vor Mitte Juli hier in unserer Kleinstadt auftauchen.
    
    Ich hätte sie gern nach Da Nang mitgenommen, als ich zu meinem jährlichen Besuch bei der Partnerschule in die Großstadt musste; auch, weil meine Frau wieder einmal keine Lust hatte, mich zu begleiten. Sie kannte Da Nang in- und auswendig, und Anfang Juli war es natürlich auch wieder ziemlich heiß. Immerhin hatte kürzlich in Da Nang ein deutscher Fleischer ein Restaurant aufgemacht, so dass mein Besuch in der Stadt zumindesteinen angenehmen leiblichen Nebeneffekt haben würde.
    
    Ich setzte mich schon am Freitagabend in den Zug, da ich in Da Nang übernachten wollte, um vom Sonnabend möglichst viel zu haben. Dieses Mal stieg ich nicht in einem Hotel, sondern bei einer jungen Witwe ab, bei der schon viele unserer Lehrer übernachtet hatten. Nicht wegen der Witwe per se, sondern eher, weil ihr Haus günstig lag und man fast das Gefühl hatte, bei Freunden zu sein. Die Dame hatte zusammen mit ihrem verstorbenen Mann ihr Haus zu einemBed & Breakfast umgebaut, und jeder, der dort übernachtete, vollbrachte quasi eine gute Tat, indem er sie vor dem Scheitern ihres Projekts ...
    ... bewahrte.
    
    Der Zug erreichte Da Nang allerdings mit fast einer Stunde Verspätung, so dass es schon nach Elf war, als ich endlich bei Frau Binh, der Witwe, anlangte. Sie hatte in der Küche gesessen und ferngesehen, als ich klopfte, und dirigierte mich nun nach oben in mein Zimmer. Die Türen zum Balkon waren zwar offen, aber die Luft war trotzdem -- oder gerade deshalb? -- stickig, warm und feucht. Als Frau Binh an mir vorbeilief, roch ich kurz gute Seife, und als sie sich in der Tür noch einmal umdrehte, um mir eine gute Nacht zu wünschen, schoss mir durch den Kopf, dass sie eigentlich auch bleiben konnte.
    
    Andererseits war sie dafür bekannt, dass sie keinen Damenbesuch duldete. Einer unserer jungen Lehrer war einmal deswegen mächtig bei ihr angeeckt. Ich konnte mich nicht erinnern, wie die Geschichte ausgegangen war, aber wusste, dass ich mir die Peinlichkeit, hier mit einer Frau aufzulaufen, ersparen konnte. Egal, es war ohnehin spät und ganz entgegen meiner Art, schloss ich einfach die Balkontür und machte die Klimaanlage an, um noch ein wenig zu lesen. Ich konnte am nächsten Morgen halbwegs ausschlafen, da ich erst um Neun in der Bibliothek der Sprachschule verabredet war.
    
    Früh am Morgen klopfte Frau Binh energisch, fast schon, als ob etwas vorgefallen wäre. Aber, ach, nein, sie wollte nur, dass wir zusammen frühstückten. Ich war noch ein wenig benommen, aber schon fast gerührt, wie sie an mich dachte -- wahrscheinlich war es ihr als Witwe aber auch lieber, nicht allein zu ...
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