1. Die Mitte des Universums Ch. 039


    Datum: 24.09.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen, Autor: byBenGarland

    ... versuchen, vor dem Theater noch eine vierte dazuzukaufen, aber dann würde ja einer nicht mit den anderen zusammensitzen können. Die kleine Tochter und die Mutter -- die übrigens überaus hübsch war, aber auch ein bisschen leidend aussah -- wollten sicher unbedingt in die Vorstellung, aber der Vater hatte wohl schon vorgeschlagen, zugunsten der drei Damen zu verzichten und stattdessen Kaffee zu trinken und zu rauchen. Das konnte ich gut verstehen, nur war mein Vietnamesisch nicht gut genug, um ihm die anderthalbe Stunde wirklich gute Gesellschaft leisten zu können.
    
    Als wir ausgetrunken hatten, hatte Pamela eine andere Idee: Sie konnte doch auf die Matinee verzichten und die Zeit mit mir verbringen. Ihrer Familie leuchtete das sofort ein, und ich hatte auch nichts dagegen, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, Pamela zu dem deutschen Fleischer zu schleppen, wo ich eigentlich zum Mittag hinwollte. Aber das war ja erst einmal egal.
    
    Ich hatte Chi, die natürlich nur im Englischunterricht Pamela hieß, immer gemocht, weil sie wirklich äußerst intelligent war. Sie hatte wohl selbst bei mehreren nationalen Schulwettbewerben -- Mathe-Olympiaden und Ähnliches -- Preise eingeheimst. Mich hatte anfangs gestört, dass sie im Unterricht immer etwas Anderes machte, bis ich merkte, dass sie sich quasi langweilte und ihre überdurchschnittliche Intelligenz sie geradezu zwang, sich immer noch mit anderen Dingen zu beschäftigen. Sie wusste jedenfalls immer, wo wir waren.
    
    Pamela hatte ...
    ... relativ kurzes Haar, das sie in einem Pagenschnitt trug, der aber etwas länger geworden war und so ihr Haar ihren Kopf komplett umfing. Sie trug eine rechteckige Brille, die zu ihr passte, und hinter der ihre kleinen Augen lebhaft blitzten. Pamela war -- für vietnamesische Verhältnisse -- relativ groß und für ihr Alter auch relativ fraulich. Da ich sie seit fast zwei Jahren nicht gesehen hatte, hatten wir sicher eine Menge zu erzählen, und die Zeit des Wartens würde sich überhaupt nicht als solche anfühlen.
    
    Die Eltern und die kleine Tochter verabschiedeten sich, nachdem der Vater die Rechnung beglichen hatte, und ich fragte Pamela, ob sie noch einen Kaffee wollte. Sie hatte eine leichte Gehbehinderung, und so nahm ich an, dass sie lieber sitzenbleiben wollte, als bei der Hitze bummeln zu gehen. Sie überlegte kurz, sagte mir aber dann, dass sie schon zwei Kaffee gehabt hatte und lieber woanders hinwollte.
    
    „Und wohin?" fragte ich sie, da ja -- wie gesagt -- Rumbummeln wegen ihrer leichten Gehbehinderung nicht in Frage kam.
    
    „Wohnst Du in einem Hotel dieses Wochenende?" fragte sie mich.
    
    „Nein. In einem ‚Homestay'. Drüben auf der anderen Seite des Flusses."
    
    „Na ja, können wir nicht dahin gehen? Es ist so heiß, und ich kann nicht weit laufen, wie Sie wissen," fügte sie noch an.
    
    „Klar, wenn Dir das recht ist. Der Balkon liegt auch nach Westen raus, somit ist dort um diese Zeit noch Schatten. Frau Binh duldet allerdings keinen Damenbesuch, aber mit Dir macht sie ...
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