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Das Bangkok Syndikat 16
Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78
... zwinkerte ihm zu und reichte ihm einen sorgsam zusammengefalteten Zettel. „Ein Kollege von mir scheint dich zu kennen." In diesem Moment fiel es Arlak wie Schuppen von den Augen. Natürlich! Ihm war dieses Gesicht doch von Anfang an irgendwie bekannt vorgekommen. „Ja, ich erinnere mich. Ein Freund von mir war mal mit ihm zusammen." „Kanda würde dich gerne auf ein Bier einladen, wenn du magst? Vielleicht schreibst du mir deine Nummer auf den Zettel? Ich meine, falls du Interesse an einem Treffen hast." Arlak grinste breit, griff nach dem von der jungen Frau gereichten Kugelschreiber und zwinkerte ihr zu. „Kann das sein, dass du darin Übung hast?" Das Mädchen lächelte verlegen, nickte aber dann. „Nein. So direkt nicht. Aber ich finde es schade, dass Kanda schwul ist." Daher wehte also der Wind. Arlak lachte ausgelassen und sah an der Hotelangestellten vorbei zur Theke, wo der junge Rezeptionist gerade eine junge, attraktive Frau bediente. Wieder trafen sich ihre Blicke, ein kurzes Lächeln, dann wandte sich Kanda wieder seinem Gast zu. Diese aber folgte dem Blick des Rezeptionisten, so traf sich der ihre mit jenem von Arlak. NORI! Sie war da! Und sie hatte ihn erkannt. Arlak wandte sich wieder der jungen Frau zu, die ihn fragend anblickte und dann ebenfalls zur Theke hinübersah. „Ist das eine Freundin von dir?" Arlak traute sich nicht noch einmal, zur Domina hinüberzusehen, verneinte aber. „Nein, aber ich kenne sie." „Gut. Dann lasse ...
... ich Euch mal lieber allein." Bestürzt sah Arlak das junge Mädchen von ihm abwanden und Nori ausweichen, die geradewegs auf ihn zuhielt. Ein mulmiges Gefühl bereitete sich im Magen des Jungen aus, vielleicht hatte er nun alles verdorben. „Was machst du hier?" Der Tonfall ihrer Stimme klang anklagend und aggressiv, sie schien ziemlich gereizt zu sein. Arlak sah zu ihr auf und wurde sichtlich verlegen. Er ärgerte sich selbst, dass er sich ihr gegenüber derart unbeherrscht verhielt. „Ich habe meinen Onkel gefahren, er wartet bereits oben auf sie." Die Domina schien in seinen Gesichtszügen nach der Lüge zu suchen, blickte dann aber zu den Aufzügen. „Komm! du kannst mich zu ihm bringen." Arlak jedoch schüttelte entschieden den Kopf, musste er Chai doch anrufen und warnen. „Tut mir leid, aber mein Onkel ..." Er spürte ein heftiges Klatschen in seinem Gesicht, gefolgt vom heftigen Brennen auf seiner linken Wange. „Das war keine Bitte. Oder willst du ihm erklären, warum ich wieder gegangen bin?" Der junge Mann blickte die resolute Domina entsetzt an. Ihm war diese Szene mehr als nur peinlich, wusste er doch genau, dass er von Kanda und dessen Kollegin beobachtet wurde. „Okay. Also gut. Aber wenn du mich ein weiteres Mal anfasst, vergesse ich mich." Nori grinste breit und schien seine Ankündigung nicht wirklich ernst zu nehmen. „Trag die Tasche und beeile dich! Ich will meinen Kunden schließlich nicht warten lassen." Arlaks Gedanken rasten. ...