1. Das Bangkok Syndikat 16


    Datum: 26.11.2022, Kategorien: Nicht festgelegt, Autor: bySena78

    ... oben.
    
    Sarot wandte sich noch kurz seinen Gesprächspartnern zu und eilte dann zum Hauseingang, während die beiden Fremden zu Khoa hinaufsahen. Einer von ihnen grinste und zeigte tatsächlich einen Fucker.
    
    „Ihr miesen Wichser! Na wartet nur."
    
    Khoa hätte diese Provokation vielleicht irgendwo anders ungeahndet lassen können, doch hier in ihrem Viertel sprach sich so etwas schnell herum, weswegen nun umgehend Taten folgen mussten. Ein Griff und er hatte den mit Bleikugeln gefüllten Totschläger in seiner rechten Hand. Mit der linken riss der junge Mafioso die Balkontür auf und eilte wenige Augenblicke später auch schon das Treppenhaus hinunter. Im Augenwinkel erblickte er Wang, der ihm fragend nachblickte. Khoa waren die Konsequenzen egal, der Pate würde noch weitaus schlimmer reagieren, wenn er diese Typen nun nicht mehr erwischte.
    
    „Was waren das für Pisser, Sarot? Los, komm jetzt! du kannst mir das erzählen, wenn sie blutend vor uns auf dem Asphalt liegen."
    
    Khoa sah sich nicht um. Er wusste auch so, dass ihm sein Kollege folgen würde. Schließlich durfte er es nicht noch weiter verschlimmern.
    
    Quietschende Autoreifen, schrill tutende Tuck-Tuck-Hupen und erschrockene Rufe begleiteten die ...
    ... beiden Mafiosi, während sie, den dichten Verkehr nahezu gänzlich missachtend, über die Straße hasteten. Tatsächlich waren die beiden Fremden noch am Ende der nächsten Parallelstraße zu sehen.
    
    „Hey, Ihr Schmalspur-Helden!!!", schrie Khoa wütend.
    
    „Bleibt stehen!!! Ihr wolltet doch so gerne quatschen, Ihr Arschlöcher!!!"
    
    Die beiden Gejagten winkten ab und verschwanden hinter der nächsten Häuserecke. Sie schienen durch ihre Verfolger verunsichert und zeigten keinerlei Anstalten, sich zu stellen.
    
    „Los, gib Gas! Die hauen uns sonst ab!"
    
    Sarot, der Khoa zwischenzeitlich überholt hatte, war zu sehr außer Atem, um etwas zu erwidern. Zudem lief er etwa zehn Meter vor seinem Kollegen und bog gerade in jene Seitenstraße ein, in der die beiden Typen vor wenigen Augenblicken verschwunden waren.
    
    „SCHEISSE!"
    
    Khoa starrte in den bedrohlichen Lauf einer Pumpgun, ein überzeugendes Argument um die Absicht, die beiden ordentlich Mores zu lehren, fallen zu lassen.
    
    „Jetzt beruhigen wir uns erst einmal, dann reden wir Klartext!"
    
    Khoa sah sich fragend zu Sarot um, der ihn mit einer fahrigen Handbewegung zu beschwichtigen versuchte.
    
    „Hör ihnen doch erst mal zu, Khoa! Es hört sich ganz vernünftig an." 
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