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Kiss the Cook Kapitel 01
Datum: 08.01.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... die kleine Christina kümmern und leider auch zu sehr verhätscheln. Ich war immer da, saß an meinem Schreibtisch und schrieb, während ich an meinem Fuß eine Schnur befestigt hatte, die zur Wiege von Christina ging. Die Bewegung mit dem Bein, um die Wiege von Christina in Bewegung zu halten, ging von alleine. Es musste komisch ausgesehen haben. In der Zeit, wo ich nicht arbeitete und Christina meine Aufmerksamkeit nicht brauchte, konnte ich nicht viel tun, denn weggehen war nicht drin. Also begann ich, zu schreiben. Zuerst eher kurze Geschichten für Christina, die ich ihr vorlesen wollte, wenn sie alt genug war, um sie zu verstehen. Dann wurden diese länger und hatten keinen Märchencharakter mehr. Sie wurden zu richtigen Romanen in der ich in eine Welt flüchten konnte, die mir nicht offen stand. Ich war in meiner gefangen, aber durch diese Ablenkung, konnte ich der Enge meiner Gedanken entfliehen. Irgendwann bot ich einer regionalen Zeitung eine meiner längeren Geschichten an, um diese in einer Rubrik als Fortsetzungsgeschichte abzudrucken. Aber nicht nur hier. Ich schrieb in den verschiedensten Kategorien und suchte mir dazu die endsprechenden Verlage heraus. Klar, es gab Ablehnungen und manche Anfrage verlief im Sande, denn ich bekam keine Rückmeldung. Es gab jedoch die wenigen Fälle, wo es gedruckt wurde. Das machte mich immer stolz und ich begann, an einem Roman zu arbeiten. Dieser sollte eigentlich für mich sein, denn für eine Veröffentlichung war er für ...
... Zeitschriften und ähnliche Medien, viel zu lang. Dann geschah, womit ich nicht gerechnet hatte. Bei mir meldete sich ein Verlag, der ein paar meiner Artikel gelesen hatte. Sie fragten nach, ob ich nicht noch etwas anderes hätte. Hierbei musste ich direkt an meinen Roman denken, den ich inzwischen geschrieben hatte. Er passte halbwegs in die gesuchte Kategorie. Sie bekamen mein Manuskript und schon zwei Wochen später, hatte ich einen Vertrag unter der Nase. Sie wollten mein Buch verlegen. Ich war selber unheimlich überrascht, was die Folge hatte, dass ich mich unter Wert verkaufte oder besser gesagt mein Buch. Um es vorwegzunehmen, es schlug ein und machte den Verleger etwas reicher als zuvor, mich aber nicht. Da der Verlag aber daran interessiert war noch mehr von mir zu verlegen, änderte sich dieses Mal meine Verhandlungsposition gewaltig. So kam ein anderer, wesentlich lukrativerer Vertrag für mich dabei heraus. Was soll ich sagen, ich konnte ab dann gut von dem Geld leben und gab nach anfänglichem Zögern meinen alten Job auf. So verging die Zeit und Christina wurde älter und leider auch selbstständiger, was nicht vernünftiger heißt. Als sie in die Pubertät kam, wurde es noch dreimal schlimmer. Aber bei allem Verdruss, den sie mir in dieser Zeit brachte, hatte sie wenigstens niemals ihre schulischen Leistungen aus den Augen verloren. An denen war nichts zu mäkeln und so machte sie ihr Abi mit sehr guten Noten. So konnte ich in der Hinsicht Stolz auf sie sein, ...