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Kiss the Cook Kapitel 01
Datum: 08.01.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byAldebaranKastor
... wollten sie ihre Figur nicht ruinieren. Dabei frage ich mich bei einigen, was es dort zu ruinieren gab. Die einen hätten nach meiner Meinung gar nichts essen dürfen bis auf ein wenig Salat ohne Dressing. Die anderen hätten es doppelt notwendig gehabt. Dabei kam mir Bea in den Sinn, bei der es mir besonders aufgefallen war. Komisch, ich hatte ihren Namen behalten, wobei ich mich fragte, ob sie wirklich so hieß oder ob es eine Abkürzung für Beate war. Egal, ich war mit meinem Job fertig. Danach räumte ich noch ein wenig auf, ging dann zurück ins Haus, um nicht weiter zu stören. Ein alter Mann wie ich hatte hier nichts mehr zu suchen und das verstand ich vollkommen. Als ich das Haus noch nicht betreten hatte, rief mir Christina noch hinterher: „Danke Papa!", und ich nickte in ihre Richtung, dann war ich verschwunden. Im Haus angekommen wollte ich duschen. Vom vielen schwitzen fühlte ich mich klebrig und wollte die durchnässten Klamotten los werden. Also schnappte ich mir neue Klamotten und verschwand im Bad, in dem ich mich schon zwei Minuten später genüsslich unter einem lauwarmen Strahl Wasser drehte. Ich liebte diese Dusche, da sie keinen von diesen engen Dingern war, denn ich hatte sie nach meinen Vorstellungen extra einbauen lassen. Sie war ohne Wanne eingebaut worden und war so groß, dass man keinen Vorhang oder eine Kabine brauchte. Man konnte, wenn man wollte, herumplanschen, oder unter der Regendusche stehen und es einfach genießen, wie einem das ...
... Wasser weich auf den Kopf tropfte und den Körper einhüllte. So stand ich noch einen Moment bewegungslos darunter und genoss das Gefühl, wieder sauber zu sein und nicht mehr zu schwitzen. In diesem Augenblick ging die Tür auf, und als ich erschrocken die Augen öffnete, sah ich Bea in der Tür stehen, die mich genauso erschrocken ansah. Ich hätte die Tür abschließen sollen, aber daran hatte ich nicht gedacht. Bea stand einen Moment wie vom Blitz getroffen da und starrte mich an, dann murmelte sie ein: „Entschuldigung!", und schloss schnell wie möglich die Tür. Peinlich aber nicht mehr rückgängig zu machen. Aber was sollte es, sie hatte sicher schon einen Mann gesehen, und wenn ich es mir mit einem Grinsen im Gesicht überlegte, war ich noch recht ansehnlich. Also bekam sie nicht den Schock fürs Leben. Ich drehte das Wasser ab und war wenig später in meinem Arbeitszimmer, in das die gedämpften Gespräche der Studentinnen drangen. Frauenkrams, nichts für mich. Das kannte ich und ich ging dazu über, mich um meine Arbeit zu kümmern. Ich wollte noch ein paar Seiten meines neuen Romans schreiben, denn mir war beim Grillen eine neue Idee eingefallen und die wollte ich sofort umsetzten. So etwas duldete keinen Aufschub, sonst war die Idee sofort wieder weg. Es wurde spät und nicht nur bei mir. Selbst als es draußen dunkel wurde, waren die Mädels noch dabei und tauschten neuste Informationen aus. Dazu hatten sie Windlichter auf den Tisch gestellt, und da es eine eher tropische ...