1. Schlampentag Teil 03


    Datum: 04.02.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: bydisguise51

    Nein, heute ist nicht Mittwoch. Heute ist erst Samstag und der Druck steigt schon wieder.
    
    Ich bin immer noch alleine zuhause. Die Mutter meiner Langzeitmitbewohnerin hat es offensichtlich heftiger erwischt, als zuerst angenommen. Außerdem gab es da noch zwei Katzen in der mütterlichen Wohnung. Ohne regelmäßige Betreuung hätten die vermutlich alles zugeschissen und dann auf der Suche nach Freßbarem, die Bude komplett auf den Kopf gestellt. Würde Mutter länger ausfallen, sollten die Katzen vorübergehend in ein Tierheim. Sie würde aber auf jeden Fall noch bis zum nächsten Wochenende weg bleiben.
    
    So ein Scheiß! Das bedeutet, dass ich mir was einfallen lassen müsste, damit der Schlampentag nicht wieder ausfiel.
    
    Apropos „Schlampentag" -- dieser Ausdruck ist, zur Besänftigung aller Feministinnen und Feministen, nicht auf meinem Mist gewachsen. Er stammt von ihr. Als wir eines schönen Freitagabend mal wieder gemütlich aufeinander lagen, ich ausgezuckt hatte und sie mit ihren Atemübungen fertig war, meinte sie plötzlich: „Sag mal, was hältst Du davon, wenn wir mal was gegen die freitagliche Routine unternehmen würden? Ich würde gerne mal Deine so richtig versaute Schlampe sein. So eine, wie sie in den Pornofilmen überall gezeigt werden."
    
    „O.K., aber nicht am Freitag und Du lässt Dir was einfallen." Damit war es abgemacht. Knapp zwei Wochen später hatten wir unseren ersten „Schlampentag". Und glaubt mir -- er hatte durchschlagende Auswirkungen auf die Freitagsroutine. Und ...
    ... deshalb würde ich beim Teufel nicht auf die Idee kommen, diesen Tag anders als den Schlampentag zu nennen.
    
    Und der sollte nun zum zweiten Mal hintereinander ausfallen? Schon beim letzten Mal war ich mir äußerst unsicher, ob sie das mit Gisela geschickt eingefädelt hatte, oder ob diese kleine, geile Nachbarschaftspussy mich schon öfter beim Heimkommen am Mittwoch beobachtet hatte und die Gelegenheit zu ihren Gunsten zu nutzen wusste. Na ja, ich war ja auch nicht zu kurz gekommen.
    
    Mein Räderwerk kam ans Laufen und ein Plan entstand.
    
    Zuerst sichtete ich in aller Ruhe noch mal die Handyaufnahmen von der kleinen Azubiene. Ich sollte sie auch zukünftig weiterhin nur Baby nennen, was ihr nicht so ganz gefiel, aber ihr unseren Altersunterschied und mich als „väterliches" Vorbild deutlich machte.
    
    Mit ein bisschen Trickserei gelang es mir, ein paar Fotos mit tiefem Einblick in ihr Innerstes bei gleichzeitig deutlich erkennbarem Tattoo auf ihrer Hand zu extrahieren. Babys Identität war nicht zu leugnen. Eines dieser Bilder kopierte ich unter einen Text, in dem ich ihr nahelegte, sich mir gegenüber loyal zu verhalten.
    
    Der Montag kam. Es war nicht mehr so heiß, aber es gelang mir, weiter Aufgaben für Baby zu finden, die sie in meiner Umgebung erledigen musste. Nun muss man wissen, dass diagonal gegenüber meinem Büro sich eine kleine Teeküche befindet, in der auch aus Platzgründen unser Abteilungsdrucker aufgestellt war. Den Raum hatte ich von meinem Schreibtisch gut im Blick ...
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