1. Polyamorie 03 - Prolog


    Datum: 02.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... einem liebevoll gemeinten Lächeln: „Nichts,... Mädchen!"
    
    Beim Hinausgehen spürte ich einen Schlag auf dem Oberarm.
    
    Wohl wissend, dass ich es verdient hatte, gab ich nur ein leises „Aua!" von mir.
    
    Ich liebte mein sanftes Kätzchen, auch wenn sie zuhauen konnte wie ein Kerl.
    
    Wir legten Blitz-Schminke auf, zogen unsere Jacken über und flohen, ohne Bescheid zu sagen, aus der Wohnung.
    
    * * *
    
    Etwas später bogen wir in die Straße zu Tonis Schnellimbiss ein.
    
    Als wir den Laden betraten, fertigte der Italiener vor uns eine Bestellung ab, dann lehnte er sich an den Tresen und fing auch schon an, mit uns zu schäkern: „Na, ihr zwei, ihr habt euch bestimmt verlaufen. Hier hier gibt es kein 3 Sterne Essen für die High Society aus Nürnberg. Ich habe nur Pizza, Pasta und Currywurst."
    
    „Hi, Toni", begrüßte ich ihn und beugte mich über den Tresen, um ihm seinen gewohnten Kuss auf die Wange zu geben. Auch Yasi wollte ihm einen geben, doch sie reichte nicht an ihn heran. Toni kannte das schon und statt sich herunterzubeugen, lief er um den Tresen und breitete die Arme aus.
    
    Yasi strahlte über das ganze Gesicht, nahm Anlauf und sprang ihm direkt in die Arme. Ihre Beine, wie immer, um seine Hüfte geschlungen und ihre Zunge in seinem Hals versenkt.
    
    „Lass das bloß nicht deine Frau sehen", bemerkte ich spitz. „Yasi, der Mann ist schon vergeben. Gib es auf!"
    
    Yasi rutschte von seinen Hüften und drehte sich schmollend wieder zu mir um.
    
    „Wie soll ich mal einen Mann ...
    ... bekommen, wenn die Besten schon vom Markt sind", beschwerte sie sich und stellte sich neben mich für die Bestellung.
    
    „Was kann ich meinen Lieblingsgästen bringen? Wie immer, Currywurst mit Pommes, aber den Ketchup nur auf die Pommes und nicht auf die Wurst?"
    
    „Genau, Toni, zwei X-Size und zwei Cola-Light", bestellte ich.
    
    „Ich habe schon gegessen, Lena", fing Yasi an und flüsterte mir weiter zu „Und außerdem habe ich nicht mehr so viel Geld."
    
    „Schon gut, ich zahle", bot ich an und drehte mich wieder zu Toni.
    
    „Ich schaffe aber keine X-Size mehr. Die ist zu groß", reklamierte Yasi erneut.
    
    „Wie willst du trainieren, wenn wir nur eine Wurst haben? Meine kriegst du nicht, die schiebe ich mir selber rein", drängte ich sie.
    
    Toni hatte unsere Unterhaltung verfolgt. „Nimm doch eine normale Currywurst, Yasi. Die kostet nicht so viel und ist eine kleinere Portion."
    
    „Damit kann sie den Deepthroat aber nicht richtig üben. Die ist zu dünn", erklärte ich ihm und bekam dafür einen Tritt von Yasi vors Schienbein.
    
    „Aua, du Bitch. Lass das, sonst kannst du dir jemand anders suchen, der mit dir übt", beschwerte ich mich und schubste Yasi von mir.
    
    „Hey, bocconcino, nicht streiten. Setzt euch auf die Strafbank, in die Ecke. Avanti! Toni macht das schon." Er deutete mit ausgestrecktem Arm auf unseren Lieblingsplatz an der Wand.
    
    Ich griff Yasis Hand und zog sie mit auf die Bank.
    
    Wir saßen beide auf einer Seite, mit dem Rücken zur Wand, damit wir das ganze Lokal überblicken ...
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