1. Polyamorie 03 - Prolog


    Datum: 02.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane, Autor: byBlackHatNCat

    ... verführerisch zu. Ein Luftkuss und ein angedeutetes Danke, war fast schon wieder zu viel. Der Slip sah an ihr edel und absolut fantastisch aus. Nur passte jetzt der rosa Baumwoll-BH nicht ganz dazu.
    
    „Zieh deinen BH aus, Yasi, das sieht echt kacke aus mit dem geilen Höschen."
    
    „Dann gib mir einen von dir."
    
    „Die passen dir nicht, ich habe Größe 80 D und du nur 75 B. Am besten, du ziehst keinen an."
    
    „Ich habe 75 C. Dann lasse ich diesen BH an", zickte sie rum. In Sachen Mode musste sie dringend von mir angelernt werden. Genau wie beim Deepthroat.
    
    „Dann zieh den Slip aus, entweder, oder?", drängte ich.
    
    Yasi zögerte und schlüpfte letztendlich aus den BH. Doch nicht wortlos: „Du bist echt wie ein Teufel. Das mache ich nur, weil der Slip von dir ist und sich so toll anfühlt. Hier den BH kannst du auch haben, dafür behalte ich deinen Slip."
    
    „Bitteschön, dann hast du mal was Anständiges, falls doch mal ein Mann was von dir will. Dann hält er dich mit deiner ‚Hello-Kitty-Unterwäsche' nicht gleich für ein Mädchen", sagte ich, um sie endgültig davon zu überzeugen.
    
    Yasi reagierte verärgert: „Ich bin kein Mädchen mehr."
    
    „Ich weiß, seitdem du von deinem Onkel entjungfert wurdest, glaubst du das, aber deine Unterwäsche sagt was ganz anderes: MÄDCHEN!!!", stichelte ich weiter.
    
    „Du bist gemein! Du weißt, dass ich das mit meinem Onkel nicht wollte, aber Anne meinte...", Yasi klang auf einmal fast weinerlich. Als ich meine Hand unter ihr Kinn legte und vorsichtig ...
    ... ihren Kopf anhob, sah ich, dass sie schon Tränen in den Augen hatte. Ich hatte es mal wieder übertrieben. Meine geliebte Kitty weinte und ich war schuld. Wieder hatte ich meinen eigentlichen Frust über meine Probleme mit Alex, dem Geld und dem fehlenden Orgasmus an Yasi ausgelassen. Ich zog sie in den Arm und gab ihr einen Entschuldigungskuss. Ich liebte sie doch.
    
    „Warum ist dir der Kitty-Kram eigentlich so wichtig?", fragte ich, da ich bereits gemerkt hatte, dass sie sich schwer davon trennen konnte.
    
    „Das waren Sachen, die ich mir vor dem Flug in die Türkei selber gekauft habe. Du weißt, was dann bei meinem Onkel passierte. Die erinnern mich an meine Kindheit. Als ich zurückkam, sagten Anne und Baba, jetzt wäre ich eine Frau und nicht länger ihr kleines Mädchen. Dabei wollte ich gar nicht-", heulte sie schon wieder los. Ich tröstete meine arme kleine Kitty, hielt sie im Arm und stand mit ihr minutenlang vor meinem Bett. Ich wusste nicht, dass es für sie in der Türkei so schlimm gewesen sein musste.
    
    Hinterher reichte ich ihr den BH und den nassen Slip zurück. Sofort lächelte mein Kätzchen und wischte sich mit dem Slip kurz die Tränen fort. Anschließend steckte sie beide Teile in ihre Jackentasche.
    
    „Komm, Yasi, lass uns zu Toni gehen, da kommen wir auf andere Gedanken", schlug ich vor.
    
    Yasi richtete sich die Haare und setzte auch ihren Haarreif auf. Mein Blick musste mich verraten haben. „Was ist jetzt schon wieder?", fragte sie energisch.
    
    Ich antwortete mit ...
«12...8910...19»