1. Männerwohnheim


    Datum: 08.03.2023, Kategorien: Schwule Autor: byadventureg

    ... schlimm. Du musst nicht viel machen am Wochenende. Es geht nur darum, dass jemand hier ist falls es Probleme gibt. Wenn es ruhig ist, kannst du die ganze Zeit hier drinbleiben und Fernsehen oder pennen."
    
    Dabei zeigte er auf das ungepflegte Schlafsofa in der Ecke.
    
    Dann zeigte ihm Jochen kurz die anfallenden Verwaltungsaufgaben im Schnelldurchgang und Uwe verstand nicht einmal die Hälfte davon. Aber es war ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, beruhigte er sich selbst, um nicht gleich vor Panik davon zu laufen.
    
    Danach führte ihn Jochen in dem Wohnheim herum, um ihm alles zu zeigen. Die Räume der Bewohner, wie Jochen sie neutral bezeichnete, die Sanitär und Gemeinschaftsräume und auch die wichtigen Teile der Sicherheitstechnik, die für ihn von Interesse sein könnten.
    
    Beim Vorbeigehen konnte Uwe gelegentlich einen Blick in den einen oder anderen Wohnraum der Bewohner werfen und war erschrocken über die Zustände und den Schmutz, der in einigen davon herrschte.
    
    Am Ende des Flurs entstand plötzlich Krawall, als zwei Bewohner eine Schlägerei anfingen. Jochen stürmte brüllend los und ging sofort zwischen die beiden.
    
    Die Männer schlugen ungeschickt aufeinander ein, da sie offenbar betrunken waren und Jochen fiel es leicht sie brutal gegen eine Wand zu drücken. Jochen brüllte und beleidigte die beiden Streithähne vulgär durch und Uwe merkte sofort, dass sie sich nicht trauten sich gegen Jochen zur Wehr zu setzen. Kein Wunder, der bärtige Koloss war ihnen ...
    ... körperlich auch deutlich überlegen.
    
    Uwe war deutlich schockiert von der gewalttätigen Situation und ihm zitterten die Knie, als er daran dachte, dass er auch vielleicht eines Tages in so eine Situation geraten könnte.
    
    Nachdem sich alle beruhigt hatten gingen sie wieder ihrer Wege. Jochen führte Uwe weiter unbeeindruckt durch den Bau.
    
    „Das kommt schon mal vor, da musst du einfach dazwischen gehen. Du musst dir ihren Respekt verdienen, dann sind sie gut zu führen."
    
    Uwe hoffte inständig, dass ihm dies gelingen würde.
    
    Jochen riss ihn aus seinen Gedanken:
    
    „Die nächsten zwei Wochen läufst du einfach mit einem von uns mit, dann lernst du alles. Also keine Angst..."
    
    Drei Monate später war genau Angst das Gefühl, das Uwe dauerhaft beherrschte.
    
    Nachdem er auf sich allein gestellt war bei seinen Diensten, hatte sich schnell herausgestellt, dass ihn die meisten Bewohner überhaupt nicht respektierten. Und er jeden Tag bei der Arbeit und sogar die Zeit dazwischen geradezu Angst vor ihnen hatte.
    
    Die meisten der Bewohner wohnten dauerhaft im Heim und beanspruchten es mittlerweile als ihr Eigentum. Jeder von ihnen hatte eine eigene Geschichte, wie es dazu gekommen war, dass er in diesem schrecklichen Gebäude leben musste, aber Alkohol und anderen Drogen zogen sich durch jede dieser Geschichten wie ein roter Faden. Die wenigen Männer, die nicht zu dieser Gruppe gehörten, blieben meist nur kurze Zeit und Uwe wünschte sich dann meist, sie blieben länger.
    
    Das ...
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